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23.09.2006

Rauchen fördert die Entstehung von Brustkrebszellen

Zigarettenrauch beeinträchtigt das Reparatursystem von Zellen. Veränderungen im Erbmaterial der Zellen können dadurch nicht mehr erkannt und behoben werden. In der Folge können diese Zellen entarten und zur Entstehung eines Tumors führen. Forscher der Universität Florida haben das herausgefunden, in dem sie Brustzellen im Reagenzglas (in vivo) dem Extrakt einer gerauchten Zigaretten ausgesetzt haben. Sie haben damit erstmals einen direkten Effekt von Zigarettenrauch auf eine mögliche Entstehung von Brustkrebs gezeigt. Bisher ist umstritten, ob Rauchen ein Risikofaktor für einen Brusttumor ist oder nicht.

Das Kondensat, mit dem die Zellen konfrontiert wurden, enthielt alle 4,000 Substanzen, die auch beim normalen Rauchen einer Zigarette entstehen. Die Zellen entwickelten Mutationen, wie sie für Krebszellen charakteristisch sind. Normalerweise wird die Erbsubstanz DNA von körpereigenen Enzymen regelmäßig auf Mutationen überprüft. Bei Bedarf wird das veränderte Stück ausgetauscht. Bestimmte Inhaltsstoffe des Zigaretterauchs scheinen jedoch ein Gen zu aktivieren, das zusammen mit einem weiteren Faktor für die Regulierung der Reparaturfunktion zuständig ist. Das Gleichgewicht dieser Faktoren wird dadurch gestört und der DNA-Reparaturmechanismus ist nicht mehr wirksam.

Schafft es eine veränderte Zelle, sich zu teilen, gibt sie die fehlerhafte Information an ihre Tochterzellen weiter. So kann ein langsam ein Tumor entstehen. Dafür reicht tatsächlich eine einzige mutierte Zelle aus, die sich anschließend vermehrt teilt.


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