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02.01.2009

Aqua-Fitness während Schwangerschaft kann Geburt erträglicher machen

Frauen im WasserMütter, die im Verlauf ihrer Schwangerschaft Wassergymnastik betreiben, können dadurch möglicherweise Schmerzen bei der Geburt abmildern. „Moderate Fitnessübungen von Schwangeren im Wasser, wirken sich offenbar positiv auf die spätere Entbindung aus, da weniger Schmerzmittel bei der Niederkunft eingesetzt werden müssen", erklärt Dr. Klaus König, zweiter Vorsitzender des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) und verweist dabei auf eine kleine brasilianische Studie um Dr. Erica Baciuk, von der University of Campinas, die im Fachmagazin „Reproductive Health" veröffentlicht wurde. „Die Studienautoren vermuten, dass weniger Schmerzmittel eingesetzt werden müssen, weil sich die Frauen in einer besseren psychischen und physischen Verfassung befänden."

An der Untersuchung nahmen 71 schwangere Frauen teil, die durchschnittlich etwa 25 Jahre alt waren. Die Teilnehmerinnen wurden zufällig in zwei Gruppen eingeteilt, von denen die eine dreimal die Woche für 50 Minuten Wasser-Aerobic mit moderater Intensität absolvierte. Diese Übungen wurden ab der 18. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt ausgeführt. Die andere, so genannte Kontrollgruppe führte keine Übungen aus.
Sämtliche Teilnehmerinnen unterzogen sich während jedem Schwangerschaftsdrittel ergometrischen Tests, um die physische Fitness beurteilen zu können. Zudem wurden die Ereignisse bei der Geburt sowie der Gesundheitszustand des Neugeborenen dokumentiert und verglichen.

Die Auswertung zeigte, dass sich die körperliche Fitness beider Gruppen ähnlich verhielt. Während die Fitness vom ersten zum zweiten Schwangerschaftsdrittel anstieg, erreichte sie im letzten Drittel wieder den Ausgangswert zu Beginn. Hinsichtlich der Art der Entbindung, also ob die Kinder per Kaiserschnitt oder natürlich auf die Welt kamen, zeigten sich innerhalb der Gruppen ebenfalls keine signifikanten Unterschiede. Auch das Geburtsgewicht der Neugeborenen unterschied sich nicht. Von den Frauen, die regelmäßig Wassergymnastik betrieben, mussten jedoch wesentlich weniger auf Schmerzmittel bei der Entbindung zurückgreifen (27%), als Frauen aus der Kontrollgruppe (64%).

„Die Wassergymnastik zeigte zwar keine Verbesserung der allgemeinen körperlichen Fitness der Teilnehmerinnen gegenüber der Kontrollgruppe, erleichterte aber offenbar den Geburtsvorgang, da wesentlich weniger Medikamente gegen Schmerzen eingesetzt werden mussten", kommentiert Dr. König. „In der Schwangerschaft ist es allgemein besonders günstig, sportliche Aktivitäten ins Wasser zu verlegen. Übungen im Wasser belasten die Gelenke, die Bandscheiben und auch die Muskulatur der Mütter ungleich weniger als bei Bewegung „zu Lande". Darüber hinaus unterstützt der Wasserdruck auf der Haut die Durchblutung des Gewebes und kann Wassereinlagerungen ein Stück weit entgegenwirken. Schwangere sollten bei körperlicher Aktivität allerdings stets darauf achten, dass der Puls nicht schneller als 130 Schläge pro Minute geht. Auch Whirlpools sollten während dieser Zeit vermieden werden, da das Risiko für Genitalinfektionen im warmen Wasser erhöht ist."



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