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22.12.2008

Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung in den beiden Wochen nach der Regel

Pap-Abstrich PräparatFrauen, die im Rahmen der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs einen Abstrich (Pap-Test) beim Frauenarzt machen lassen, sollten den Termin am besten in den Wochen nach der Regel ansetzen. „Während der Menstruationsblutung sind die Zellen, die vom Gebärmutterhals und Muttermund abgestrichen werden, schlechter zu beurteilen, weil Blut beigemengt sein kann", erklärt Sanitätsrat Dr. Armin Malter, Vorsitzender des saarländischen Frauenärzte-Verbandes (BVF-Landesverband Saarland) und Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Zytologisch Tätiger Ärzte Deutschlands (AZÄD). „Bei der späteren Betrachtung des Zellabstrichs unter dem Mikroskop können solche „Verunreinigungen" dann die Auswertung erschweren und damit die Sicherheit des Testes beeinträchtigen. Ein guter Zeitraum für den Pap-Abstrich sind die ersten vierzehn Tage nach der Menstruation. Während dieser Zeit sind die Zellen aufgrund der Östrogeneinwirkung der ersten Zyklushälfte leichter zu beurteilen, mit der zunehmenden Gelbkörperwirkung (Progesteron) in der zweiten Zyklushälfte wird die Detail-Erkennbarkeit dann geringer."

Frauen sollten die Untersuchung zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs unbedingt jährlich wahrnehmen, da dies die Sicherheit des Tests deutlich erhöht. „Der Pap-Test, als Maßnahme zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs, ist als Serientest konzipiert, dessen Aussagekraft mit der Anzahl der Abstriche steigt. Aus diesem Grunde ist die Vorsorge-Untersuchung jährlich angesetzt, um den Teilnehmerinnen durch wiederholte Abstriche eine hohe Sicherheit zu gewährleisten", erklärt der Gynäkologe und Zytologe.

Der Pap-Abstrich ist praktisch risikofrei. Er dauert nur wenige Minuten und verursacht keine Schmerzen. „Nach dem Abstrich kann es einige Tage dauern, bis vom Frauenarzt das Ergebnis mitgeteilt wird, ob auffällige Zellen entdeckt wurden. Wenn alles unauffällig war, verzichtet der Arzt in der Regel auf eine Benachrichtigung", ergänzt Dr. Malter.

Pap I: normales ZellbildBeim Pap-Abstrich werden oberflächliche Zellen vom Muttermund und dem Gebärmutterhals entnommen, um diese anschließend im Labor auf Veränderungen zu überprüfen und zu klassifizieren. Werden Auffälligkeiten deutlich, müssen diese - je nach Ausmaß - entweder in einem verkürzten Zeitintervall durch eine erneute Abstrich-Untersuchung überprüft oder direkt weiter abgeklärt werden. Im letzteren Fall schließt meist eine Lupen-Untersuchung der verdächtigen Bereiche - die so genannte Kolposkopie - und möglicherweise eine Gewebeentnahme (Biopsie) an. Wenn eine Tumorvorstufe gefunden wird, wird das betroffene Gewebe während einer kleinen Operation entfernt. Werden bei der Biopsie bösartige Zellen entdeckt, werden weitere Behandlungsmaßnahmen notwendig.



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