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26.11.2008

Wissenschaftler: Wirksamkeit von HPV-Impfung nicht genug belegt

Spritze zum ImpfenDie Wirksamkeit des Impfstoffes gegen Gebärmutterhalskrebs ist nach Ansicht mehrerer Wissenschaftler nicht ausreichend belegt. Die 13 Forscher um den Public-Health-Experten Ansgar Gerhardus von der Universität Bielefeld fordern daher von Ständigen Impfkommission (STIKO), die Empfehlung für die Impfung gegen die krebsauslösenden Humanen Papillomviren (HPV) dringend zu überprüfen. Denn die in diversen Studien ermittelten Ergebnisse stünden in deutlichem Widerspruch zu vielen sehr optimistischen Verlautbarungen, schreiben sie in einer gemeinsamen Stellungnahme.

"Ich hätte gern mal irgendeine seriöse Veröffentlichung, in welchem Land Gebärmutterhalskrebs aufgrund der Impfung weniger geworden ist", sagte Prof. Martina Dören vom Klinischen Forschungszentrum Frauengesundheit an der Universitätsklinik Charité in Berlin dem dpa-Themendienst. Dören ist eine der Unterzeichnerinnen der Erklärung. Zwischen dem, was an optimistischen Zahlen zur Verminderung der Krebsfälle verbreitet werde und dem, was die Datenlage bisheriger Studien hergebe, bestehe ein "extremes Missverhältnis". Sie hoffe zwar, dass es einen Nutzen gebe, dieser sei aber eben bislang nicht nachgewiesen.

So bemängeln die Wissenschaftler etwa, dass die STIKO ein Impfalter für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahre festlege. "Nur für die Gruppe der 15- bis 17-Jährigen gibt es Daten zur Wirksamkeit gegen die Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs, nicht jedoch für die 12- bis 14-Jährigen", heißt es in dem Text. Die Bitte um aussagekräftige Zahlen habe einer der beiden Hersteller der Impfpräparate mit der Antwort beschieden, diese stünden nur Kollegen zur Verfügung, die unmittelbar an der Auswertung der Ergebnisse beteiligt waren.

Dören kritisierte darüber hinaus, dass die Kosten der Impfung angesichts des nicht ausreichend belegten Nutzens mit mehreren 100 Millionen Euro für das Gesundheitssystem zu hoch seien. Es handele sich vielmehr um eine große Marketing-Kampagne mit Minderjährigen.
Zudem werde dadurch ein riesiger Druck allein auf Frauen aufgebaut.
Übertragen werden die Erreger aber beim Geschlechtsverkehr - über Männer spreche in diesem Zusammenhang jedoch kaum jemand.

(Die Stellungnahme im Internet: www.uni-bielefeld.de/gesundhw/ag3/downloads.html)



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