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01.12.2008

Schwangere dürfen Wärmflasche für den Bauch nicht zu heiß befüllen

Baby-BauchWerdende Mütter sollten nicht zu heißes Wasser in ihre Wärmflasche füllen. „Auch wenn Frauen eine Wärmflasche während der Schwangerschaft allgemein gut tut, so kann diese auf dem Bauch bei zu hohen Temperaturen gefährlich für das ungeborene Kind werden, da es zu einer Überhitzung des Körperinneren kommen kann. Aus diesem Grund darf das Wasser der Wärmflasche nie die 40°C-Grenze überschreiten", rät Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Grundsätzlich ist das Baby im Wasser der Fruchtblase zwar vor Temperaturschwankungen gut geschützt, doch eine längerfristige, übermäßige Zufuhr von Wärme, die nicht mehr kompensiert werden kann, sollte vermieden werden." Bei Verwendung von Gummiflaschen ohne Schutzhülle empfiehlt es sich zudem, ein dünnes Tuch zwischen Haut und Wärmflasche zu legen.

Insbesondere in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft reagiert das Kind besonders sensibel auf Einwirkungen von außen - auch auf Temperaturen. „Obwohl es wissenschaftlich nicht abschließend belegt ist, vermutet man aufgrund bisheriger Beobachtungen, dass es durch übermäßiges Erhitzen des Bauches im ersten Schwangerschaftsdrittel zu Schäden bei der kindlichen Entwicklung und auch zu einer Fehlgeburt kommen kann. Als Faustregel gilt aber: So lange die Temperaturen für die Mutter als angenehm empfunden werden, sind keine Gefahren für das Baby zu erwarten."

Auch von der Verwendung von Heizkissen am Bauch wird abgeraten, da diese schwer kontrollierbare Temperaturverläufe haben können und sich längerfristig über 40°C erhitzen können. „Eine gute Alternative sind Kissen, die mit Obstkernen gefüllt sind, da sich diese ohnehin nicht beliebig stark erwärmen lassen (z.B. in der Mikrowelle). Aber auch hier empfiehlt es sich, die tatsächliche Temperatur eines Kirsch- oder Traubenkernkissens mit einem Thermometer vor der Benutzung zu kontrollieren", ergänzt der Experte des Internetportals zur Frauengesundheit „Frauenärzte im Netz".


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