Frauenärzte im Netz

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16.08.2010

Spirale darf beim Sex nicht spürbar sein

Eine Verhütungsspirale (Intrauterinpessar) sollte für beide Partner beim Sex nicht bemerkbar sein. „Verhüten Frauen mit einem Intrauterinpessar, sollte dieses normalerweise weder bei der Frau noch beim Mann während des Geschlechtsverkehrs in irgend einer Form spürbar sein", meint Dr. Klaus König, zweiter Vorsitzender des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Die Spirale wird in den Gebärmutterkörper eingesetzt und durchläuft nicht den Gebärmutterhals (Zervix). Einzig das Rückholfädchen geht durch die Zervix, ragt in die Vagina und kann möglicherweise vom Sexualpartner bemerkt werden, wenn es zu lang oder zu kurz ist. Ist der Faden zu lang, kann er vom Frauenarzt auf die optimale Länge weiter gekürzt und die Spirale trotzdem später ohne Probleme gezogen werden. Ist der Faden zu kurz, gibt er bei Kontakt nicht nach und kann dann pieken", erläutert der Experte vom Frauengesundheits-Portal des BVF im Internet „Frauenärzte im Netz". „In jedem Fall sollten Frauen, welche die Spirale als störend empfinden, sich diesbezüglich mit dem Frauenarzt besprechen, damit dieser ihren Sitz und den Faden überprüfen kann." Auch bei intensiver sportlicher Betätigung sollten die Anwenderinnen eine Spirale nicht spüren.

Innerhalb der Intrauterinpessare unterscheidet nach dem Wirkprinzip verschiedene Typen: die Kupferspirale und die Hormonspirale, welche beide eine T-Form haben und in verschiedenen Größen erhältlich sind. Die Kupferspirale besteht aus einem mit feinem Kupferdraht oder einer Kupfer-Gold-Legierung umwickelten Plastik-Gebilde, dessen Kupfer-Ionen eine toxische und hemmende Wirkung auf Spermien und Eizellen haben. Zudem verursacht die Spirale als Fremdkörper eine leichte Entzündungsreaktion (Fremdkörperwirkung) der Gebärmutterschleimhaut, wodurch die Einnistung einer befruchteten Eizelle verhindert wird.

Der empfängnisverhütende Effekt der Hormonspirale verbindet die Fremdkörperwirkung mit einer hormonellen Wirkung - ähnlich der Pille. Bei der Hormonspirale wird aus einem Depot ein Gestagen in die Gebärmutterhöhle freigesetzt, das vorwiegend dort wirkt. Dadurch wird der Schleim im Gebärmutterhals dickflüssig und damit undurchlässiger für Spermien. Spermien, die dennoch durch den Gebärmutterhals dringen, werden aufgrund der hohen Viskosität des Schleims in ihrer weiteren Fortbewegung gehemmt. Zudem wird der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut vermindert und gegebenenfalls die Einnistung einer befruchteten Eizelle erschwert. Bei einigen Frauen wird darüber hinaus der Eisprung verhindert.



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