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17.11.2008 In Schwangerschaft nicht eigenmächtig auf Antibiotika verzichten
Antibiotika im Verlauf der Schwangerschaft sind zwar nicht grundsätzlich unbedenklich, aber für die meisten Infektionskrankheiten existieren inzwischen geeignete Wirkstoffe, von denen kein schädlicher Effekt auf Mutter und Kind zu erwarten ist. „So ist eine Therapie mit Penicillinen von Beginn der Schwangerschaft bis zur Stillzeit unproblematisch. Wie nahezu alle Antibiotika sind diese zwar plazentagängig, bisher gab es jedoch keinerlei Hinweise auf schädliche Auswirkungen auf das Ungeborene", erklärt der niedergelassene Gynäkologe aus Hannover. „Neben Penicillinen stellen auch Amoxicillin oder Ampicillin sowie Cephalosporine Alternativen dar, um bakterielle Infektionen der Atemwege, des Hals-Nasen-Ohrenbereichs oder der Harnwege zu therapieren. Einige Antibiotika müssen im Verlauf der Schwangerschaft jedoch vermieden werden, da sie Fehlbildungen verursachen können. Dazu zählen beispielsweise Chinolone oder aber Tetrazykline. Im Zweifelfall sollte immer der behandelnde Gynäkologe zu Rate gezogen werden." Infektionen sind die Ursache für etwa die Hälfte aller Frühgeburten. Oft sind bakterielle Infekte der Harnwege der Ausgangspunkt für aufsteigende Infektionen, die dann auf die Gebärmutter übergreifen und das Kind schädigen oder einen vorzeitigen Blasensprung und damit eine Frühgeburt auslösen können. Weitere Meldungen zum Thema:
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