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10.11.2008

Mädchen: Arztbesuch bei unnormaler Regelblutung angeraten

Bei Regelstörungen zum GynäkologenAbnormale Regelblutungen können Ausdruck von Gesundheitsstörungen oder Fehlentwicklungen sein und sollten Mädchen und junge Frauen zum Frauenarzt führen. „Wenn bei Mädchen und Heranwachsenden die Regel mehr als 90 Tage ausbleibt, sie länger als sieben Tage andauert oder einen fast stündlichen Wechsel von Binden oder Tampons erfordert, sollte dies mit einem Gynäkologen besprochen werden", rät Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Das gilt auch dann, wenn eine 16-jährige noch nicht menstruiert oder 3 Jahre nach Einsetzen der Brustentwicklung noch keine Regelblutung eingetreten ist", ergänzt der Gynäkologe aus Hannover.

Unter dem weiblichen Zyklus versteht man den Zeitraum vom ersten Blutungstag bis zum letzten Tag vor der nächsten Regelblutung. Er lässt Rückschlüsse auf die Vitalität und den Gesundheitszustand von jungen Mädchen zu und ist ein wichtiges Indiz, um die physische Entwicklung einzuschätzen. Für Eltern und Heranwachsende ist es daher notwendig zu wissen, welche Variationsbreite ein normales Zyklusgeschehen haben kann und wann ein Arztbesuch sinnvoll ist.

„Im Durchschnitt setzt die Regelblutung zwischen dem 12. und 13. Lebensjahr, d.h. im Alter von 11 und 12 Jahren, ein. Während die Menstruationszyklen im ersten Jahr oft noch unregelmäßig sind, pendeln sie sich mit zunehmendem Alter auf Längen zwischen 25 bis 35 Tage ein. Die Blutungsdauer sollte maximal sieben Tage betragen und etwa drei bis sechs Binden oder Tampons am Tag erforderlich machen", erläutert Dr. Albring. „Ein Menstruationskalender   kann dabei helfen, Abweichungen vom normalen Zyklusgeschehen zu dokumentieren und dem Arzt die Beurteilung von Unregelmäßigkeiten zu erleichtern."

Unregelmäßigkeiten bei der Menstruationsblutung können neben organischen Fehlbildungen beispielsweise auch durch hormonelle Ursachen, wie Fehlfunktionen der Schilddrüse und Bauchspeicheldrüse (Diabetes) sowie durch Essstörungen, Stress oder Tumoren entstehen.



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