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27.10.2008 Während Schwangerschaft auf Sushi verzichten
Bei Schwangeren verläuft die Erkrankung in der Regel unter einem relativ unauffälligen grippeähnlichen Bild. „Während dieser oft nur kurzen fieberhaften Periode bei der Mutter können die Listerien im Gegensatz zu den allermeisten anderen Bakterien über eine Infektion der Plazenta hinweg in das Ungeborene gelangen. Je nach dem Zeitpunkt der Schwangerschaft kann es zur Fehlgeburt kommen oder zu mehr oder weniger starken Infekten und Schäden verschiedener Organen des Kindes wie beispielsweise von Leber, Lunge, Hirn, Haut. Möglich ist auch, dass sich das Kind ansteckt, während es den Geburtskanal passiert", erklärt Dr. König. Die Zahl der Listerien-Infektionen ist in den letzten Jahren in Deutschland angestiegen. Pro Jahr werden etwa 500 Fälle gemeldet. Weitere Meldungen zum Thema:
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Werdende Mütter sollten keine rohen und geräucherten Fischprodukte wie beispielsweise Sushi verzehren. Denn diese Lebensmittel besitzen ein deutlich erhöhtes Risiko für einen Befall mit Listerien, die in der Schwangerschaft gefährlich werden können. „Die Bakterien befinden sich vor allem in nicht erhitzten tierischen Lebensmitteln - vor allem in Fleisch, Fisch und Milchprodukten", berichtet Dr. Klaus König, zweiter Vorsitzender des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Sie sind Auslöser der meldepflichtigen Infektionskrankheit Listeriose, die besonders für schwangere Frauen, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem eine Gefahr darstellt. Schwangere haben gegenüber der Normalbevölkerung ein 12fach höheres Risiko, eine spürbare Listeriose durchzumachen." 

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