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04.11.2008 Kein Brustkrebs durch Stress
In der Untersuchung wurden die Daten von knapp 19.000 dänischen Krankenschwestern ausgewertet, die im Rahmen der so genannten Danish Nurse Cohort Study zwischen 1993 und 2003 gesammelt wurden. Die Teilnehmerinnen schätzten dabei den beruflichen Stress, dem sie sich mehr oder weniger ausgesetzt sahen, selbst ein. Im Verlauf des Untersuchungszeitraums wurde bei 455 der Frauen eine Brustkrebserkrankung (Mammakarzinom) festgestellt. Die Auswertung ergab, dass weder Frauen mit hoher Arbeitsbelastung, noch solche, die ihrer Einschätzung nach wenig Einfluss auf die eigenen Arbeitsbedingungen oder lange Arbeitszeiten hatten, einem größeren Risiko für Brustkrebs ausgesetzt waren. Hinsichtlich der so genannten Prognosefaktoren beim Mammakarzinom, wie beispielsweise dem Lymphknotenbefall oder bestimmter tumorspezifischer Charakteristika zeigten sich auch keine Unterschiede bei den gestressten und den nicht gestressten Teilnehmerinnen. Einzig Frauen, die einem hohen Arbeitstempo unterlagen, hatten gegenüber Frauen mit gemäßigtem Arbeitstempo ein geringfügig erhöhtes Risiko. „Die Studienergebnisse können Frauen, die lange und unter großen beruflichen Belastungen arbeiten, ein Stück weit beruhigen, denn sie erhöhen ihr Brustkrebsrisiko damit offenbar nicht", meint Dr. König. „Und Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, und im Vorfeld der Diagnose einen stressigen Job hatten, könnte das Studienergebnis möglicherweise ebenfalls ein bisschen entgegenkommen. Sie mag es hoffentlich davor bewahren, sich Selbstvorwürfe wegen des Jobs zu machen." In Deutschland erkranken jährlich mehr als 57.000 Frauen an Brustkrebs. Mit einem durchschnittlichen Alter von 63 Jahren sind sie beim Auftreten der Krebserkrankung noch relativ jung. Heutzutage haben die Patientinnen, bei denen die Erkrankung frühzeitig erkannt wird, eine durchschnittliche Überlebenswahrscheinlichkeit von über 81 Prozent. Brustkrebs gehört damit zu den zunehmend heilbaren Krebserkrankungen. Weitere Meldungen zum Thema:
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