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08.10.2008

Bei Depressionen nach der Schwangerschaft spielen Umstände der Geburt eine Rolle

Depressionen nach Schwangerschaft bei jeder ZehntenEine Depression während oder nach der Schwangerschaft tritt bei 6 bis 12% aller Schwangeren auf. Da die Symptome sehr vielgestaltig sein können, wird die Erkrankung jedoch häufig nicht erkannt. Eine nicht erkannte oder unbehandelte Depression hat nicht nur für die betroffene Mutter eine Verschlechterung der Lebensqualität zur Folge, oftmals ist auch die Mutter-Kind-Beziehung durch die depressiven Symptome beeinträchtigt, so dass es gehäuft zu Entwicklungsstörungen bei den Kindern kommen kann.

Dr. Tamme Goecke von der Frauenklinik der Universität Erlangen sowie Dr. Udo Reulbach von der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik führten dazu eine Studie mit 1100 Schwangeren durch. Entgegen früheren Annahmen hatte die Art der Entbindung dabei keinen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung einer Depression. Es zeigte sich hingegen, dass ein positives Geburtserlebnis, die Ausstrahlung von Ruhe und Sicherheit im Kreißsaal sowie die Kompetenz des geburtshilflichen Personals, aber auch die Unterstützung des Partners von erheblicher Bedeutung sind, um eine Depression im Wochenbett zu vermeiden.

Die Forschungsergebnisse könnten dabei helfen, gefährdete Schwangere frühzeitig zu erkennen, um dann gezielte Unterstützung anbieten zu können. So soll beispielsweise in der Geburtshilfe der Frauenklinik der Universität Erlangen eine spezielle Sprechstunde für Frauen mit Depression eingerichtet werden.


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