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03.10.2008

Häufigkeit von Rückenschmerzen nimmt nach den Wechseljahren zu

Nach den Wechseljahren sind weit mehr Frauen von Rückenschmerzen betroffen als vor der Menopause. „Rückenschmerzen sind ein verbreitetes Problem bei Frauen, das offenbar nach den fruchtbaren Jahren noch weiter an Bedeutung gewinnt", berichtet Dr. Klaus König, zweiter Vorsitzender des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) und beruft sich dabei auf eine Studie, die im Online-Bereich der Fachzeitschrift „Menopause" veröffentlicht wurde. In der Untersuchung wurde auch deutlich, dass junge Frauen seltener und dann aber von stärkeren Schmerzen betroffen sind, insbesondere wenn sie übergewichtig sind, regelmäßig Alkohol konsumieren oder ohne Beschäftigung sind. Neben den Schmerzen spielt insbesondere auch die Einschränkung der Bewegungsfreiheit bei Rückenleiden eine große Rolle. An der Studie nahmen 506 Frauen zwischen 18 und 70 Jahren teil, das Durchschnittsalter war 58 Jahre. Die Daten wurden mit Hilfe von detaillierten Fragebögen aufgenommen, die von den Teilnehmerinnen ausgefüllt wurden.

Über 90 Prozent der Frauen gaben an, schon einmal in ihrem Leben von Schmerzen im unteren Rücken betroffen gewesen zu sein. Von starken Beschwerden verbunden mit Einschränkungen der Bewegungsfreiheit waren vor allem junge Frauen betroffen, die einen hohen Body-Mass-Index (BMI) aufwiesen. Von den Frauen, denen die Menopause noch bevorstand, berichteten nur 27 Prozent über starke Schmerzen. Demgegenüber standen 73 Prozent Frauen nach den Wechseljahren, die von starken Schmerzen betroffen waren.

Rückenschmerzen können die Lebensqualität von Frauen mitunter erheblich beeinträchtigen. Einer jüngsten Studie zur Folge leiden Frauen, die von chronischen Rückenschmerzen betroffen sind, oft auch an Inkontinenz. „Frauen mit entsprechenden Beschwerden sollten sich hierüber möglichst rechtzeitig mit ihrem Gynäkologen besprechen. Er kann gynäkologische Ursachen für die Schmerzen ausschließen und einen weiteren Behandlungsplan z. B. Gewichtsreduktion und Rückengymnastik festlegen oder eine entsprechende Überweisung aussprechen. Weil nach den Wechseljahren oft Östrogenmangel die Ursache für Rückenschmerzen und Inkontinenz sind, kann darüber hinaus eine Hormonersatztherapie wirksame Erfolge erzielen. Als effektive Behandlung gegen Inkontinenz gilt insbesondere gezieltes Beckenbodentraining", ergänzt Dr. König.


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