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10.09.2008 Zahl der Syphilis-Infektionen in Deutschland stabil
Nach wie vor stecken sich homosexuelle Männer besonders häufig mit Syphilis an. Mit fast achtzig Prozent der gemeldeten Fälle verzeichnen die Epidemiologen einen neuen Höchstwert der Krankheitsübertragung durch sexuellen Kontakt zwischen Männern. Eine zweite Ursache der hohen Infektionszahlen in Deutschland liegt laut Robert Koch-Institut in Ost- und Südosteuropa. Hier gebe es «größere Syphilis-Epidemien in der heterosexuellen Bevölkerung», die nach Deutschland importiert würden. Während die Zahl der mit Syphilis infizierten Männer im vergangenen Jahr leicht gestiegen ist, verzeichnen die Epidemiologen für Frauen mit 267 Meldungen den niedrigsten Wert seit Einführung des Meldeverfahrens 2001. Die bisher höchste Zahl gemeldeter Syphilisfälle in Deutschland stammt aus dem Jahr 2004 mit bundesweit 3352 Fällen beiden Geschlechts. Das RKI geht davon aus, dass sich die Zahlen zwischen 3000 und 3500 pro Jahr stabilisieren - mit starken regionalen Unterschieden und einem Schwerpunkt in den Städten. So liegt die Zahl der Reinfektionen in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen bei über 50 Prozent der Meldungen. Dass wiederholte Infektionen entdeckt würden, zeige auch, dass in Großstädten intensiver und häufiger kontrolliert werde. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen können laut RKI zu einer «rascheren Diagnose und frühzeitigeren Therapie» beitragen. Auslöser von Syphilis ist das Bakterium Treponema pallidum, das vor allem beim Sex übertragen wird. Die einst gefürchtete Infektion lässt sich heute mit Antibiotika behandeln. Erneute Infektionen sind allerdings möglich - und kommen auch immer häufiger vor. Unbehandelt führt Syphilis im Frühstadium zu Hautgeschwüren, im Spätstadium kann die Krankheit unter anderem eine Hirnhautentzündung und Demenz auslösen. Bei einer akuten Syphilis können auch Aidsviren (HIV) leichter übertragen werden. Weitere Meldungen zum Thema:
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