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08.09.2008

Chlamydien-Infektion erhöht Risiko für Gebärmutterhalskrebs

Chlamydien werden beim Sexualverkehr übertragenFrauen, die mit Chlamydien infiziert sind und sich zusätzlich mit Humanen Papillomviren anstecken, haben ein höheres Risiko für Gebärmutterhalskrebs. „Bei einer Doppelinfektion der genitalen Schleimhäute fällt es dem Körper schwerer, das HP-Virus zu eliminieren. So verläuft eine HPV-Infektion mit höherer Wahrscheinlichkeit chronisch, was die Vorraussetzung für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs sein kann", erklärt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Je länger die HPV-Infektion andauert, desto mehr steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Zellen des Gebärmutterhalses entarten und sich Krebsvorstufen oder Krebs entwickeln. Ein Vorgang der sich meist über mehrere Jahre erstreckt"

Chlamydien gehören zu den häufigsten Bakterien und HP-Viren zu den häufigsten Viren, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden. Besonders hoch ist die Ansteckungsgefahr für Jugendliche, da die Immunabwehr im Genitalbereich noch nicht ausgereift ist. Anfangs verursacht eine Chlamydien-Infektion häufig kaum Beschwerden, bleibt daher unbekannt und wird beim ungeschützten Geschlechtsverkehr weiter verbreitet.

„Mädchen und junge Frauen, die sexuell aktiv sind, sollten sich daher regelmäßig auf eine Chlamydien-Infektion testen lassen und eine mögliche Infektion behandeln lassen. Eine akute Infektion ist gut mit Antibiotika zu therapieren. Für Frauen unter 25 Jahren wird seitens der Krankenkassen ein jährlicher Test auf Chlamydien angeboten", empfiehlt der Gynäkologe.

Weitere schwere Folgeerkrankungen einer unbemerkten Chlamydien-Infektion können Sterilität, chronische Unterbauchschmerzen und Komplikationen während einer Schwangerschaft sein. Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt, dass sich jährlich etwa 300.000 Frauen neu infizieren.



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