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15.08.2008 Gebärmutterhalskrebs: Menge an Humanen Papillomviren bei Infektionen spiegelt Krebsrisiko widerFrauen mit einer großen Anzahl von Humanen Papillomviren (HPV) in infizierten Körperzellen haben
Hintergrund der Forschungsarbeit war es, herauszufinden, welcher Zusammenhang zwischen der Viruskonzentration von Humanen Papillomviren und dem Risiko für Krebs und Krebsvorstufen besteht. „Hierfür wurde die Viruslast von 69 gesunden Frauen, 202 Frauen mit Krebsvorstufen und 236 Frauen mit Gebärmutterhalskrebs mit Hilfe eines HPV-DNA- Tests bestimmt und dem Erkrankungsstadium gegenübergestellt", erklärt Dr. Albring. „Die Auswertung ergab, dass mit der Zunahme der Viruslast auch die Wahrscheinlichkeit für eine fortgeschrittenere Erkrankung erhöhte." Verglichen mit Patientinnen mit einer niedrigen Konzentration an HP-Viren, hatten Frauen mit mittleren oder hohen Konzentrationen ein rund 10-fach höheres Risiko für Zellveränderungen. „Die Ergebnisse der Studie deuten daraufhin, dass man Patientinnen, die besonders gefährdet sind Krebs zu entwickeln, unter den vielen Frauen, die mit HPV infiziert sind, durch einen speziellen DNA-Test offenbar identifizieren kann. Dadurch hätten wir die Möglichkeit diese stärker gefährdeten Frauen besonders intensiv zu betreuen und zu überwachen, um bei einer bösartigen Entwicklung möglichst rasch reagieren zu können", meint der Gynäkologe. In Deutschland erkranken jährlich mehr als 6.500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Die Erkrankung wird durch eine langjährige Infektion mit Humanen Papillomviren verursacht, die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Der beste Schutz vor Gebärmutterhalskrebs ist die jährliche gynäkologische Krebsfrüherkennungs-Untersuchung in Kombination mit der Impfung gegen Humane Papillomviren. „Es ist bekannt, dass 80% der Frauen in Deutschland, die an Gebärmutterhalskrebs erkranken, in den drei Jahren vor der Diagnose nicht an der gynäkologischen Krebsfrüherkennungs-Untersuchung teilgenommen haben. Zahlen aus Norwegen bestätigen diese Erkenntnis. Dort nahmen über 60% der Erkrankten nicht an der Vorsorge teil", ergänzt Dr. Albring. Weitere Meldungen zum Thema:
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