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28.07.2008

"Pille danach“ – je früher, desto sicherer

Wird nach Verhütungspannen die „Pille danach" in Erwägung gezogen, gilt: Je früher sie eingenommen wird, desto sicherer wirkt sie. „Die Notfallverhütung mit der „Pille danach" ist am effektivsten, wenn die Einnahme in den ersten 24 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr erfolgt. Die Pille kann aber noch bis zu 72 Stunden später ihre empfängnisverhütende Wirkung erfüllen", erklärt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Das Präparat verhindert oder verschiebt den Eisprung so, dass keine Befruchtung der Eizelle stattfinden kann. Ist es bereits zu einer Befruchtung gekommen, verhindert sie die Einnistung in die Gebärmutter."

Nach bereits erfolgter Einnistung der befruchteten Eizelle ist sie nicht mehr wirksam. „Es handelt sich also nicht um eine „Abtreibungspille", die etwa bei einem medikamentösen Schwangerschaftsabbruch eingesetzt wird. Sie besteht in der Regel aus ein oder zwei Tabletten, die das Hormon Levonorgestrel, ein Gestagenpräparat, enthalten. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen. Nach Erbrechen sollte innerhalb von 3 Stunden erneut eine Tablette eingenommen werden.

Nach der Pillen-Einnahme kommt es meist zum gewohnten Zeitpunkt zu einer Abbruchblutung, eventuell ist diese etwas stärker als sonst. Manchmal tritt auch schon vorher eine Zwischenblutung auf. „Sollte die Blutung allerdings zum gewohnten Termin ausbleiben oder nur sehr schwach sein, ist umgehend der Frauenarzt aufzusuchen, um eine Schwangerschaft auszuschließen", rät Dr. Albring.

Die „Pille danach" sollte vom Frauenarzt verschrieben werden. Er weiß, ob sie überhaupt notwendig ist, welche Gegenanzeigen bestehen, und bespricht gerne zukünftige empfängnisverhütende Möglichkeiten. Ein Rezept ist außerhalb der Praxisöffnungszeiten in den örtlich bekannten Notfallpraxen erhältlich.



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