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22.07.2008 Depressionen in der Schwangerschaft beeinflussen Entwicklung des KindesDepressionen in der Schwangerschaft stehen offenbar im Zusammenhang mit einer verzögerten
Entwicklung des Kindes. „Haben Frauen während der Schwangerschaft Depressionen, so erhöht dies die Wahrscheinlichkeit einer Entwicklungsverzögerung des Kindes um ein Drittel. Bei Schwangeren sollte deshalb verstärkt auf Anzeichen einer Depressionen geachtet und die seelischen Beschwerden rechtzeitig behandelt werden", empfiehlt Dr. Christa Roth-Sackenheim von Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) und verweist dabei auf eine Studie von Forschern um Toity Deave von der Universität Bristol in Großbritannien. Die Arbeit wurde im British Journal of Obstetrics and Gynaecology veröffentlicht. Dass postnatale Depressionen einen Einfluss auf die Entwicklung des Kindes haben, ist bereits bekannt. „Daher interessierten sich die Wissenschaftler vor allem für die Auswirkungen von Depressionen, die bereits während der Schwangerschaft bestanden", erklärt Dr. Roth-Sackenheim. Die Studie umfasste insgesamt 11 098 Frauen. Die Studienteilnehmerinnen wurden in der 18. und in der 32. Schwangerschaftswoche sowie 8 Wochen und 8 Monate nach der Entbindung zu depressiven Symptomen befragt. 18 Monate nach der Geburt des Kindes beantworteten die Teilnehmerinnen zusätzliche Fragebögen zur Gesundheit und zum Entwicklungsstand ihres Kindes. Bei anhaltenden Depressionen während der Schwangerschaft ermittelten die Forscher eine um 50% erhöhte Wahrscheinlichkeit für Störungen in der Entwicklung des Kindes. Ein Teil dieses Risikos beruht darauf, dass Depressionen in der Schwangerschaft auch die Gefahr einer postnatalen Depressionen erhöhen. „Ein 34%iger Anstieg des Risikos konnte dabei unabhängig von anderen Faktoren auf Depressionen vor der Geburt des Kindes zurückgeführt werden", erklärt die BVDP-Vorsitzende. „Die Gründe, weshalb Depressionen vor der Geburt einen stärkeren Einfluss auf die Entwicklung des Kindes haben, als Depressionen nach der Geburt, sind noch unbekannt. Möglicherweise spielt dabei auch die Tatsache eine Rolle, dass pränatale Depressionen eine verfrühte Geburt begünstigen. Weitere Forschungen können dies klären müssen." Weitere Meldungen zum Thema:
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