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11.07.2008

Erste Schwangerschaftsanzeichen häufig schon bevor die Regel ausbleibt

Die ersten Hinweise auf das Mutterwerden können oft schon bemerkt werden, bevor die Regel ausbleibt. „Frühe Symptome einer Schwangerschaft sind meist Übelkeit, Müdigkeit oder ein Spannungsgefühl in den Brüsten", sagt Dr. Klaus König, zweiter Vorsitzender des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Viele Frauen registrieren eine Schwangerschaft bereits, wenn sich einige Tage nach der Befruchtung die Eizelle in der Gebärmutter eingenistet hat. Wenn dann die Regelblutung ausbleibt, ist das in den meisten Fällen ein sicheres Zeichen für eine eingetretene Schwangerschaft."  

Weitere spürbare Veränderungen, die mit einer Schwangerschaft einhergehen, sind auch Schwindel, ein hormonbedingter, vermehrter Harndrang, Heißhunger oder Ekel vor bestimmten Speisen und Genussgiften wie Zigaretten und Alkohol. Oft werden auch die Brüste berührungsempfindlicher und die Brustwarzenhöfe verfärben sich dunkler. Diese Veränderungen dienen bereits der Vorbereitung auf die Milchproduktion und auf das Stillen.

Nicht bei jeder Frau treten solche Anzeichen auf und auch Ausprägung und Wahrnehmung der Symptome können individuell ganz verschieden sein. „Manche Frauen sind so wenig auf eine Schwangerschaft eingestellt oder durch die aktuelle Lebenssituation abgelenkt, dass sie solche ersten Signale gar nicht bemerken", fügt der niedergelassene Gynäkologe hinzu. „Andere Frauen berichten schon am Tag nach der Empfängnis von einem veränderten Körpergefühl und das etwas anders ist als sonst - auch ohne objektiv messbare Parameter."

Ein häuslicher Schwangerschaftsnachweis kann frühestens am ersten Tag der zu erwartenden Periode gemacht werden. Ein Urin-Test, der etwa 14 Tage nach der Befruchtung durchgeführt wird, hat eine Ergebnissicherheit von über 95%. Fällt der Test positiv aus, ist eine Schwangerschaft also sehr sicher. „In jedem Fall sollte man das Ergebnis von einem Frauenarzt bestätigen lassen. Dieser kann eine mögliche Eileiterschwangerschaft ausschließen, die Schwangerschaft datieren und den mutmaßlichen Geburtstermin berechnen", ergänzt Dr. König.



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