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10.07.2008 Die Haut beim Sonnenbad richtig schützen
Die Haut verfügt über einen gewissen Eigenschutz, bevor sie rot wird. Dieser variiert je nach Hauttyp und Intensität der Strahlung und liegt bei ungebräunter Haut bei etwa 20 Minuten. Daher braucht die Haut zusätzlichen Schutz. «Der wichtigste UV-Schutz besteht darin, intensive Sonne zu meiden», sagt Swen Malte John, Professor für Dermatologie an der Universität Osnabrück. Am intensivsten sind die Strahlen in der Mittagszeit im Hochsommer: Dann kommen sie nahezu senkrecht durch die Atmosphäre. Doch auch zu anderen Tageszeiten und in der Übergangszeit können Sonnenstrahlen der Haut erheblichen Schaden zufügen. «Insgesamt sind wir hierzulande heute weit mehr Strahlen ausgesetzt als früher: Heute ist die UV-B-Intensität in Deutschland so hoch wie in Sizilien», erklärt John. Und auch an bewölkten Tagen dringen noch 70 bis 80 Prozent der Strahlen durch. Gerade im Sommerurlaub ist es nahezu unvermeidbar, den Körper der Sonne auszusetzen. „Dann sollte soviel Haut wie möglich durch Kleidung geschützt werden - durch einen breitkrempigen Hut, aber auch ein langärmeliges leichtes Hemd", rät Heidrun Holstein, Medizinerin bei der Verbraucherzentrale in Karlsruhe. Sie empfiehlt außerdem UV-dichtes Material: Es lässt nur einen Bruchteil der Strahlung durch. Alle Hautpartien, die sich nicht abdecken lassen - etwa das Gesicht oder die Hände - müssen durch ein Sonnenschutzmittel geschützt werden. Das wichtigste Kriterium für die Auswahl eines Produktes ist der Hauttyp. «Je dunkler die eigene Haut ist, desto höher ist die Eigenschutzzeit und desto niedriger darf der Lichtschutzfaktor sein», sagt Holstein. Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie viel mal länger als die Eigenschutzzeit man bei richtiger Anwendung des Mittels in der Sonne bleiben kann. Das Sonnenschutzmittel sollte etwa 30 Minuten vor dem Gang ins Freie aufgetragen werden. Der Schutzfilm muss dick, dicht und lückenlos sein. Gefährdete Partien wie Ohren, Nacken, Nasen- und Fußrücken verdienen besondere Beachtung. Ein Spray eignet sich für schwer erreichbare Stellen oder den Scheitel. Mehrfaches Eincremen vor allem nach dem Baden ist sinnvoll, um die Schutzdauer zu erhalten. Es verlängert sie jedoch nicht. Sonnenschutzmittel sollten nur bis zum Verfallsdatum benutzt werden. Generell sollte der Lichtschutzfaktor 15 oder höher sein. Am Meer oder im Schnee, wo die Sonnenstrahlen reflektiert werden, ist ein deutlich höherer Faktor nötig. „Hilfreich ist die Orientierung am UV-Index: Er beziffert die zu erwartenden Tagesspitzenwerte an sonnenbrandwirksamer UV-Strahlung", sagt Beatrix Grohn vom BKK Bundesverband in Essen. Vorhersagen zum UV-Index sind unter www.uv-index.de abrufbar. Weitere Meldungen zum Thema:
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