Frauenärzte im Netz

Aktuelle Meldungen


09.07.2008

Rechtzeitiges Stillen kann Babys Schreien verringern

Stillende Mütter können das Schreien ihres Babys verringern, wenn sie rechtzeitig wahrnehmen, dass ihr Kind Hunger hat. Streckt sich das Kind, macht es Saug- oder Lippenbewegungen oder bewegt es sich unruhig, sind das dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in München zufolge erste Anzeichen. Wird das Baby zappelig und schreit es, ist die nächste Stufe des Hungers erreicht. Allerdings weist Schreien nicht in jedem Fall auf Hunger hin.

In den ersten Wochen nach der Geburt müssen Babys meist alle zwei bis drei Stunden gestillt werden - rund um die Uhr. «Mit der Zeit lernen sich Mutter und Kind kennen, so dass das Erkennen der Signale einfacher wird», sagt Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin in Weimar. Mit etwa zwei bis drei Monaten reduziert sich die Stillhäufigkeit von zwölfmal täglich auf sechs- bis achtmal. Doch während der Wachstumsphasen - etwa 10 bis 14 Tage nach der Geburt sowie nach drei Wochen, sechs Wochen, drei Monaten und sechs Monaten - kann das Baby von seinen gewohnten Stillzeiten abweichen und häufiger Milch wollen.

Mittlerweile wird laut BVKJ meist das Stillen nach Bedarf empfohlen. Das heißt, wann immer das Kind trinken will, darf es an die Brust. «Manche Babys lassen sich schon beruhigen, wenn sie an etwas saugen», sagt Niehaus. Trotzdem sollten Mütter der Versuchung widerstehen, ihrem Kind zu früh den Schnuller zu geben - er kann das Stillen beeinträchtigen. «Günstig ist es, etwa einen Monat zu warten, bis das Stillen schon zur Routine geworden ist», so die Ärztin.

Bei Stillschwierigkeiten sollten Mütter auf jeden Fall ihren Kinderarzt befragen. Das gilt laut Niehaus auch, wenn das Stillen Schmerzen bereitet, das Baby nicht zunimmt oder nach dem Stillen unruhig bleibt. Warnzeichen können außerdem sein, wenn die Windeln nicht etwa sechs- bis achtmal pro Tag nass sind und das Baby nicht drei- oder mehrmals Stuhlgang hat.



Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Rauchfrei Programm: zeitgemäße, erprobte Unterstützung bei Tabakabhängigkeit

Rauchern kann heute eine erfolg- reiche Unter- stützung angeboten werden, langfristig ihren Tabakkonsumen  zu beenden und zufrieden rauchfrei zu leben.

zum Artikel...

Selbstuntersuchung der Brust

Lernen Sie das Gewebe Ihrer Brüste kennen. Nehmen Sie zunächst einfach nur Ihren Körper mit den unterschiedlichen Geweben und Strukturen wahr. Die Animation im Artikel kann Ihnen dabei behilflich sein.

zum Artikel...

Waren Sie 2012 schon bei Ihrem Frauenarzt?

Die jährliche Krebsfrüh- erkennung ist ein wichtiger Baustein der Gesundheitsvorsorge. Der beste Termin für den Abstrich am Gebärmutterhals ist die Zyklusmitte.

zum Artikel...

Schwangere Frauen gesucht

Die Uni Erfurt und das Robert-Koch-Institut führen eine Studie zu Gesundheitsentscheidungen durch uns suchen Teilnehmerinnen.

zum Artikel...

Forum beantwortet Fragen zur HPV-Impfung

Eltern und Jugendliche können im Internet persönliche Fragen zur HPV-Impfung und auch zum Impfen im Allgemeinen an Experten richten: www.impfenimdialog.de/

zum Artikel...

"Frauenkrankheiten" von A bis Z

Die typischen Frauen- krankheiten betreffen die weiblichen Geschlechtsorgane und hängen meist stark mit dem Hormonhaushalt zusammen ...

zum Artikel...

Vorsorgeuntersuchungen und Krebsfrüherkennung

Obwohl alle Kranken- versicherten Anspruch auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen haben, wird dieses Angebot in Deutschland erstaunlich wenig wahrgenommen. Dabei sind heute viele Erkrankungen bei rechtzeitiger Diagnose heilbar.

zum Artikel...

Zellauffälligkeiten am Gebärmutterhals

Was bedeutet der Pap-Befund und wie geht es bei Auffälligkeiten beim Abstrich weiter?

zum Artikel...

Sexualität - Das erste Mal

Offene Gespräche und eine gemein- same Vorbereitung sind für ein gelungenes „erstes Mal" wichtig.

zum Artikel...

Pille vergessen - und jetzt?

Wurde die planmäßige Einnahme der Pille versäumt, sollte die fehlende Tablette am besten sofort nachgenommen werden. Ob zusätzlich verhütet werden muss erfahren Sie hier.

zum Artikel...