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15.07.2008 Zu viele junge Frauen rauchen in der Schwangerschaft
Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft werden 30 bis 40% aller Mangelgeburten und bis zu 14% aller Frühgeburten durch Rauchen in der Schwangerschaft verursacht. Auch Fehlgeburten werden begünstigt. Das Nikotin aus dem Tabakrauch verengt die Blutgefäße und gefährdet die Versorgung des heranwachsenden Kindes mit Sauerstoff und Nährstoffen. Viele Kinder bleiben daher im Wachstum zurück. Aus diesen Gründen geben viele Frauen das Rauchen auf, wenn sie ein Kind erwarten. Nach Auskunft von Dr. Kathrin Röske von der Universität Greifswald, die über drei Jahre fast 4000 Wöchnerinnen befragt hat, geht der Anteil der Raucherinnen in Mecklenburg-Vorpommern von 47% vor der Schwangerschaft auf 24% im 4. Monat zurück. Allerdings rauchte jede fünfte Schwangere auch noch in den letzten 4 Wochen vor der Geburt. Selbst wenn die Zahl nicht für Deutschland repräsentativ sein sollte - Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den Bundesländern mit dem höchsten Anteil von Rauchern - ist die Rate doch auch im internationalen Vergleich viel zu hoch. In den USA und in Schweden rauchen nur halb so viele Schwangere, erläutert Dr. Röske in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift. Über den Zeitraum der Untersuchung zeigt sich zwar ein leichter Rückgang von April 2003 bis März 2006 von 22,1 auf 17,3%, von einer Trendwende sei nach Meinung der Expertin jedoch nicht zu sprechen. Als mögliche Gründe für das Fehlverhalten werden das Alter und das niedrige Bildungsniveau angeführt. Schwangere Frauen unter 25 Jahren rauchten der Untersuchung zufolge 2,5-mal häufiger als Schwangere über 30. Besonders deutlich war der Unterschied im Bildungsniveau. Jede zweite Schwangere mit geringem Bildungsgrad (weniger als zehn Jahre Schule) rauchte noch während der Zeit vor der Geburt. Unter den Schwangeren mit mehr als zehn Jahren Bildung waren es nur 4,4%. Weitere Meldungen zum Thema:
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