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24.09.2008

Bei Blasenschwäche Getränke die zusätzlich Harn treiben vermeiden

Die Angst vor unkontrolliertem Harnabgang führt vielfach dazu, dass Betroffene generell die  Flüssigkeitsaufnahme reduzieren. Dadurch wird der Urin jedoch so konzentriert, dass er die Blasenschleimhaut schädigen kann, was die Symptome verstärkt. Frauen sollten unbedingt 2,5 bis 3 Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen, um die aggressiven Bestandteile des Urins ausreichend zu verdünnen. Andernfalls kann sich auch hierdurch die Inkontinenz verschlimmern. Gute Flüssigkeitslieferanten sind Wasser, koffeinfreier Rotbuschtee und Eistee auf Früchtebasis.

Menschen mit Blasenschwäche sollten bei erhöhtem Trinkbedarf im Sommer jedoch nicht zu harntreibenden Getränken greifen. Abzuraten ist nach Angaben der Deutschen Kontinenz Gesellschaft in Kassel von Schwarz- und Grüntee, Nieren- und Blasentee sowie Brennnesseltee. Ebenso sind die meisten Eistees ungeeignet, weil sie Schwarzteeextrakte enthalten. Als harntreibend gelten auch Kaffee wegen seines Koffeins und alkoholische Getränke wegen des enthaltenen Ethanols.

In Deutschland sind bis zu 25% der Frauen über 60 Jahre von Harninkontinenz betroffen, doch nur 5% suchen wegen solcher Beschwerden ärztliche Hilfe. Der Frauenarzt ist der richtige Ansprechpartner.

Quelle: (dpa/tmn)



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