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09.06.2008 Essstörungen können bei Mädchen und Frauen zu Unfruchtbarkeit führenUntergewicht in Verbindung mit einem geringen Körperfettanteil kann bei Mädchen und Frauen dazu Fällt bei einer Frau der Körperfettanteil unterhalb ein bestimmtes Minimum, produziert ihr Körper nicht mehr in ausreichendem Maße die Hormone, mit denen der Eisprung stimuliert wird. Der normale Menstruationszyklus bleibt dann aus. „Die Unterernährung versetzt den Körper in eine Art Notzustand, in dem sämtliche Reserven für die Selbsterhaltung benötigt werden. Eine Schwangerschaft würde nun die Gesundheit von Mutter und Baby ernsthaft gefährden - daher lässt es der Körper in der Regel erst gar nicht dazu kommen", ergänzt Dr. Albring. Auch nach einer erfolgreichen Behandlung bleibt die Infertilität meist noch längere Zeit bestehen - es kann bis zu Jahren dauern, bis die Fruchtbarkeit wieder einsetzt. Eine Magersucht liegt spätestens dann eindeutig vor, wenn bei Frauen die Regel ausbleibt, das Körpergewicht 15% unterhalb des Normal- bzw. des in der Wachstumsphase zu erwartenden Gewichts liegt oder der Body-Mass-Index (BMI) bei oder unter 17,5 Punktwerten ist. „Das Ausbleiben der Östrogenproduktion verursacht Beschwerden und Symptome, die denen in den Wechseljahren gleichkommen - wie beispielsweise Osteoporose. Daher wird bis zu einem Behandlungserfolg in manchen Fällen eine Hormonersatztherapie erforderlich", fügt Dr. Albring hinzu. „Magersüchtige sind zudem häufig depressiv und unter Umständen selbstmordgefährdet, was neben den körperlichen Beeinträchtigungen ebenfalls unbedingt einer therapeutischen Behandlung bedarf." Bei Essstörungen ist eine kombinierte Betreuung durch Frauenärzte und Psychiater bzw. Psychotherapeuten erforderlich. Weitere Meldungen zum Thema:
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