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30.05.2008

Übergewicht nach den Wechseljahren erhöht Brustkrebsrisiko

Frauen, die nach den Wechseljahren (Postmenopause) übergewichtig sind oder werden, haben ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs. „Ein hoher Körperfettanteil in der Postmenopause ist ein Faktor, der das Brustkrebsrisiko erhöht - insbesondere, wenn noch Bewegungsarmut dazu kommt", erklärt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte e. V. (BVF). „Übergewicht ist einer der wenigen beeinflussbaren Risikofaktoren und spielt eine wichtige Rolle bei der Prävention und Prognose von Brustkrebs. Viele Frauen sind sich zwar bewusst, dass Übergewicht ein

 
 Bildquelle: pixelio.de
Gesundheitsrisiko beispielsweise für Herz-Kreislauferkrankungen darstellt. Die meisten stellen jedoch keinen Zusammenhang zwischen Übergewicht und Krebsrisiko her."

Die Verbindung zwischen einem erhöhten Brustkrebsrisiko und Übergewicht ist noch nicht  völlig geklärt. „Man vermutet, dass Fettzellen Östrogene und andere Wachstumsfaktoren, die bei der Krebsentstehung eine Rolle spielen, produzieren und speichern, wodurch das Tumorrisiko steigt", erläutert der Gynäkologe. „Eine ausgewogene, obst- und gemüsereiche Ernährung und regelmäßige Bewegung können - vor allem in Verbindung mit Normalgewicht - in gewissem Umfang vor Krebs schützen."

Zwar ist das Ausmaß des vorbeugenden Effekts von Obst und Gemüse umstritten, ein günstiger Einfluss steht jedoch weitgehend außer Frage. Bei der Prävention von Brustkrebs wirken sich offenbar Carotinoide - orange-rote Pflanzenfarbstoffe und wasserlösliche B-Vitamine, so genannte Folate, günstig aus. Erstere finden sich zum Beispiel in Karotten und Tomaten und letztere in höheren Konzentrationen in Bohnen, Weißkohl, Spinat und Spargel.



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