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01.05.2008 Junge und arme Mütter häufiger von Wochenbettdepression betroffen Bis zu 15% der Mütter leiden in den ersten 12 Monaten nach der Entbindung unter einer nachgeburtlichen, so genannten postpartalen Depression. „Junge, unverheiratete Mütter mit niedrigerem Bildungsniveau und finanziellen Problemen sind von dieser seelischen Störung besonders häufig betroffen", berichtet Dr. Christa Roth-Sackenheim, Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Psychiater (BVDP) und verweist auf eine Studie der US-amerikanischen Centers of Disease Control and Prevention (CDC). Für die Untersuchung wurden 52 000 Mütter befragt, die 2 bis 6 Monate zuvor ein Kind zur Welt gebracht hatten. Der Fragebogen umfasste Fragen wie „Wie oft fühlten Sie sich seit der Geburt Ihres Kindes niedergeschlagen, deprimiert oder hoffnungslos?" oder „Wie oft hatten Sie seit der Geburt Ihres Kindes verringertes Interesse oder weniger Freude an bestimmten Tätigkeiten?". Daneben machten die Frauen Angaben zu Belastungen während der Schwangerschaft. „Es zeigte sich, dass Mütter gehäuft von Anzeichen einer postpartalen Depression berichteten, wenn sie jünger als 20 Jahre alt waren und keine weiterführenden Schulen besucht hatten. Frauen, die rauchten, Opfer von Gewalt geworden waren und während ihrer Schwangerschaft finanziellen Probleme oder traumatischem Stress ausgesetzt waren, hatten ebenfalls ein höheres Risiko einer Wochenbettdepression", sagt Dr. Roth-Sackenheim. Die Geburt eines Kindes kann bei der Mutter zu verschiedenen depressiven Störungen führen, vom so genannten Baby Blues bis hin zur postpartalen Depression. „Die Wochenbettverstimmung, die auch als Baby Blues bezeichnet wird, kommt innerhalb der der ersten Wochen nach der Entbindung relativ häufig vor, bedarf in der Regel jedoch keiner Behandlung", erklärt Dr. Roth-Sackenheim. „Eine postpartale Depression hingegen kann sich bis zu einem Jahr nach der Entbindung entwickeln und macht eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung erforderlich." Eine postpartale Depression wirkt sich auf sowohl auf die Mutter als auch auf ihr Kind aus. Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass Frauen mit einer unbehandelten postpartalen Depression ihr Kind weniger gut in seiner Entwicklung unterstützen konnten. „Frauen mit Anzeichen einer Depression nach der Geburt ihres Kindes sollten daher nicht zur zu ihrem eigenen Wohl sondern auch zum Wohl ihres Kindes therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen", rät Dr. Roth-Sackenheim.
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Bis zu 15% der Mütter leiden in den ersten 12 Monaten nach der Entbindung unter einer nachgeburtlichen, so genannten postpartalen Depression. „Junge, unverheiratete Mütter mit niedrigerem Bildungsniveau und finanziellen Problemen sind von dieser seelischen Störung besonders häufig betroffen", berichtet Dr. Christa Roth-Sackenheim, Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Psychiater (BVDP) und verweist auf eine Studie der US-amerikanischen Centers of Disease Control and Prevention (CDC). Für die Untersuchung wurden 52 000 Mütter befragt, die 2 bis 6 Monate zuvor ein Kind zur Welt gebracht hatten. Der Fragebogen umfasste Fragen wie „Wie oft fühlten Sie sich seit der Geburt Ihres Kindes niedergeschlagen, deprimiert oder hoffnungslos?" oder „Wie oft hatten Sie seit der Geburt Ihres Kindes verringertes Interesse oder weniger Freude an bestimmten Tätigkeiten?". Daneben machten die Frauen Angaben zu Belastungen während der Schwangerschaft. 


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