Frauenärzte im Netz

Aktuelle Meldungen


02.04.2008

HPV-Impfung auch weiterhin empfohlen

Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) hält in einer Pressemitteilung weiterhin an ihrer Empfehlung zur Impfung gegen krebserregende Humane Papillomviren (HPV) fest. Auch andere medizinische Fachgesellschaften und Organisationen wie der Berufsverband der Frauenärzte (BVF), die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und auch das Bundesministerium für Gesundheit halten stellen fest, dass der Impfstoff auch nach eingehender Überprüfung als sicher und verträglich eingestuft werden kann. Zuletzt hatten Meldungen über Todesfälle, die in zeitlichem Zusammenhang mit HPV-Impfungen standen, für Verunsicherung in der Bevölkerung gesorgt.

Dabei handelte es sich um zwei junge Frauen aus Deutschland bzw. Österreich, die unmittelbar nach der zweiten bzw. einige Wochen nach der ersten HPV-Impfung plötzlich verstorben waren. In beiden Fällen bestand zwar ein zeitlicher Zusammenhang zur Impfung, ein ursächlicher konnte jedoch auch durch eine eingehende Obduktion nicht hergestellt werden. Da in beiden Fällen keine Todesursache feststellbar war, wurden sie als "ungeklärte Todesfälle" eingestuft.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes tritt unter 15- bis 20-jährigen Frauen ein ungeklärter Todesfall pro 100.000 und Jahr auf, also etwa alle zwei Wochen einer. Da im Jahr 2007 zwei Fünftel der 15- bis 20-jährigen Frauen gegen HPV geimpft wurden, handelt es sich bei den beiden Todesfällen vermutlich um ein zufälliges Zusammentreffen unabhängiger Ereignisse. Auch bisherige Untersuchungen durch die US-amerikanische Krankheitskontrollbehörde (Center for Disease Control, CDC) und die Zulassungsbehörde für Arzneimittel (Federal Drug Association, FDA) ergaben keine Häufung von Erkrankungen oder Komplikationen durch die HPV-Impfung. Eine Neubewertung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses scheint deshalb nach Aussage von Experten nicht notwendig.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 6.500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Mehr als 70 Prozent dieser Fälle gehen vermutlich auf Infektionen mit den krebserregenden HP-Viren vom Typ 16 und 18 zurück, gegen die sich der Impfstoff u.a. richtet.


Weitere Meldungen zum Thema:


Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Rauchfrei Programm: zeitgemäße, erprobte Unterstützung bei Tabakabhängigkeit

Rauchern kann heute eine erfolg- reiche Unter- stützung angeboten werden, langfristig ihren Tabakkonsumen  zu beenden und zufrieden rauchfrei zu leben.

zum Artikel...

Selbstuntersuchung der Brust

Lernen Sie das Gewebe Ihrer Brüste kennen. Nehmen Sie zunächst einfach nur Ihren Körper mit den unterschiedlichen Geweben und Strukturen wahr. Die Animation im Artikel kann Ihnen dabei behilflich sein.

zum Artikel...

Waren Sie 2012 schon bei Ihrem Frauenarzt?

Die jährliche Krebsfrüh- erkennung ist ein wichtiger Baustein der Gesundheitsvorsorge. Der beste Termin für den Abstrich am Gebärmutterhals ist die Zyklusmitte.

zum Artikel...

Schwangere Frauen gesucht

Die Uni Erfurt und das Robert-Koch-Institut führen eine Studie zu Gesundheitsentscheidungen durch uns suchen Teilnehmerinnen.

zum Artikel...

Forum beantwortet Fragen zur HPV-Impfung

Eltern und Jugendliche können im Internet persönliche Fragen zur HPV-Impfung und auch zum Impfen im Allgemeinen an Experten richten: www.impfenimdialog.de/

zum Artikel...

"Frauenkrankheiten" von A bis Z

Die typischen Frauen- krankheiten betreffen die weiblichen Geschlechtsorgane und hängen meist stark mit dem Hormonhaushalt zusammen ...

zum Artikel...

Vorsorgeuntersuchungen und Krebsfrüherkennung

Obwohl alle Kranken- versicherten Anspruch auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen haben, wird dieses Angebot in Deutschland erstaunlich wenig wahrgenommen. Dabei sind heute viele Erkrankungen bei rechtzeitiger Diagnose heilbar.

zum Artikel...

Zellauffälligkeiten am Gebärmutterhals

Was bedeutet der Pap-Befund und wie geht es bei Auffälligkeiten beim Abstrich weiter?

zum Artikel...

Sexualität - Das erste Mal

Offene Gespräche und eine gemein- same Vorbereitung sind für ein gelungenes „erstes Mal" wichtig.

zum Artikel...

Pille vergessen - und jetzt?

Wurde die planmäßige Einnahme der Pille versäumt, sollte die fehlende Tablette am besten sofort nachgenommen werden. Ob zusätzlich verhütet werden muss erfahren Sie hier.

zum Artikel...