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31.03.2008

Rauchen begünstigt die Krebsentstehung durch Humane Papillomviren

Raucherinnen, die mit krebsauslösenden Typen des Humanen Papillomvirus (HPV) infiziert sind, haben ein höheres Risiko an Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) zu erkranken als Nicht-Raucherinnen. „Nikotinkonsum gilt als Begleitfaktor für die HPV-bedingte Tumorentstehung", erklärt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte e. V. (BVF). „Bei Raucherinnen lagern sich vermehrt Abbauprodukte des Tabakrauchs in der Schleimhaut des Gebärmutterhalses ab. Dies führt vermutlich dazu, dass der Körper schlechter in der Lage ist, die Viren in den unteren Zellschichten der Gebärmutterhals-Schleimhaut zu bekämpfen. Die Infektion verbleibt daher mit größerer Wahrscheinlichkeit dauerhaft bestehen, was wiederum die Voraussetzung für die Entstehung eines bösartigen Tumors durch HP-Viren ist." In Studien wurde deutlich, dass das Krebs-Risiko gegenüber Nicht-Raucherinnen umso größer ist, je früher mit dem Rauchen begonnen und je mehr Zigaretten pro Tag konsumiert werden.

Neben dem Konsum von Tabak gibt es weitere Einflüsse, welche die Krebsentstehung am Gebärmutterhals begünstigen. „Auch hohe Geburtenzahlen, ein geschwächtes Immunsystem - beispielsweise infolge einer HIV-Infektion -, auch eine Infektion mit Chlamydien sowie häufiger Geschlechtsverkehr mit wechselnden Sexualpartnern sind so genannte Kofaktoren. Sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Zervixkarzinom entwickeln kann. Daneben spielen offenbar auch genetische Faktoren eine Rolle, die es dem Immunsystem nicht erlauben, eine HPV-Infektion abzuwehren oder zu überwinden", ergänzt der Gynäkologe.

Der beste Schutz vor Gebärmutterhalskrebs ist zurzeit die Kombination aus der jährlichen gynäkologischen Krebsfrüherkennungs-Untersuchung und der Impfung gegen Humane Papillomviren.


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