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29.02.2008 Fördert nächtliche Beleuchtung Brustkrebs?
Die aktuelle Studie basiert auf Satteliten-Aufnahmen von israelischen Wohngebieten, die mit den Krebserkrankungsraten vor Ort verglichen wurden. Mit Hilfe der satteliten-gestützten Bilder war es möglich, die Lichtmengen detailliert zu bestimmen, die in der Nacht in den jeweiligen Gebieten emittiert wurden. Es stellte sich heraus, dass die Rate an Brustkrebs-Erkrankungen in Gebieten mit durchschnittlichen nächtlichen Lichtmengen um 37% größer war, als in Bereichen mit den geringsten Lichtmengen. In den hellsten Gebieten war die Rate sogar um weitere 27% höher. Die Forscher vermuten, dass die erhöhten Krebsraten durch die verminderte nächtliche Ausschüttung von Melatonin verursacht werden könnten. Das Hormon wird bei Dunkelheit gebildet, während der Einfall von Tageslicht ins Auge die Synthese von Melatonin hemmt. In dem Hormon, das in der Zirbeldrüse gebildet wird, vermutet man die Fähigkeit, das Wachstum von Krebszellen unterdrücken zu können. „Die Melanin-Hypothese wird auch von der Beobachtung gestützt, dass blinde Frauen, deren Augen nicht in der Lage sind einfallendes Licht zu erfassen, seltener an Brustkrebs erkranken", fügt Dr. König hinzu. Bereits vor einigen Jahren haben bevölkerungsbezogene Studien ein deutlich erhöhtes Brustkrebs-Risiko bei Frauen ermittelt, die nachts arbeiten, wie Krankenschwestern, Flugbegleiterinnen und anderen Nachtarbeiterinnen. „Auf Grundlage dieser Erkenntnisse hat die Weltgesundheitsorganistation (WHO) im vergangenen Jahr nächtliche Schichtarbeit als gesundheitliches Risiko eingestuft, dass in der gleichen Kategorie neben giftigen Chemikalien aufgeführt ist", ergänzt Dr. König. „Das offenbar die nächtliche Beleuchtung die besondere Gefahrenquelle darstellt, war bisher aber noch nicht in Betracht gezogen worden." Weitere Meldungen zum Thema:
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