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21.02.2008

Schützt Stillen vor einer späteren Allergie?

Verschiedene Studien, die den Zusammenhang zwischen mütterlichem Stillen und dem Auftreten von Asthma oder Allergien untersucht haben, lieferten bisher widersprüchliche Ergebnisse. Vor diesem Hintergrund untersuchten Forscher um Valerié Verhasselt vom Institut National de la Santé, ob die Weitergabe von Allergenen mit der Muttermilch Säuglinge möglicherweise im späteren Leben vor allergischen Erkrankungen schützt. Die tierexperimentelle Studie ist im Magazin „Nature Medicine" veröffentlicht.

Die Forscher haben Muttertiere - nicht aber deren Wurf - ein bestimmtes Allergen, das Ovalbumin, inhalieren lassen. Sie konnten das Eiweiß in Spuren später sowohl in der Muttermilch als auch im Blut der säugenden Mäuse nachweisen. Im Blut des Mausnachwuchses fanden sie zudem erhöhte Konzentrationen von Eiweißen, die an Immuntoleranz-Reaktionen beteiligt sind. Möglicherweise ein Hinweis darauf, dass die Nagetierbabys eine Immuntoleranz gegenüber dem Allergen entwickelt haben.

Bemerkenswert ist, dass der Immunstatus der Mäusemütter für die Schutzwirkung keine Rolle spielte. Bis dato gingen die Wissenschaftler davon aus, dass über die Muttermilch bestimmte mütterliche Antikörper an den gestillten Nachwuchs weitergegeben werden, die so genannten Immunglobuline. Mit ihrem Versuch konnten die Forscher allerdings zeigen, dass die Babymäuse aufgrund des Kontakts mit dem Allergen eine Toleranz entwickeln. Ob dieser Mechanismus auch auf den Menschen übertragen werden kann ist noch unklar.



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