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18.02.2008

Schwangerschaft: Venenleiden mit Bewegung und Kompressionsstrümpfen vorbeugen

Frauen, die während ihrer Schwangerschaft unter geschwollenen Beinen und Krampfadern (Varizen) leiden, sollten sich viel bewegen und rechtzeitig Kompressionsstrümpfe anziehen. „Vor allem bei einer bestehenden familiären Veranlagung wird die Ausbildung von Krampfadern durch eine Schwangerschaft im hohen Maße begünstigt", erklärt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte e. V. (BVF). „Werdende Mütter sollten bei Stauungen in den Beinen oder einer beginnenden Krampfaderbildung stehende und sitzende Tätigkeiten möglichst vermeiden. Eine Kompressionsbehandlung mit Strümpfen oder Verbänden kann zudem Schwellungen vermindern und nach der Entbindung die Rückbildung von Varizen fördern", ergänzt der Gynäkologe.

Der Anstieg des Schwangerschaftshormons Gestagen führt insbesondere in den ersten Monaten zu einer Lockerung des Bindegewebes und dadurch zu einer Erweiterung der Venen. Zudem übt das Baby Druck auf die Beckenvenen aus, was den Rückfluss des sauerstoffarmen Blutes aus den Beinen zum Herzen erschweren kann. „Bei der Schwangerenvorsorge wird daher den Beinen der Mutter besondere Aufmerksamkeit gewidmet, um rechtzeitig einzugreifen", fügt Dr. Albring hinzu.

In der Regel bringen Kompressionsstrümpfe rasch Linderung. Der Strumpf umschließt dabei das Bein und presst die überdehnten Venenwände wieder zusammen. Dadurch können die Venenklappen wieder vollständig schließen und den Rückfluss venösen Blutes in die Beine verhindern. „Kompressionsstrümpfe sind heutzutage recht komfortabel und atmungsaktiv und daher weit weniger unbequem als in früheren Jahren", meint der Hannoveraner Frauenarzt.

„In der Regel bilden sich Krampfadern und Beinschwellungen nach der Entbindung zurück", erklärt der Präsident des BVF. „Falls dies nicht der Fall ist, sollte das Venenleiden angemessen behandelt werden und die Krampfadern gegebenenfalls entfernt werden - dies auf jeden Fall vor einer weiteren Schwangerschaft."



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