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15.02.2008 Seelische Belastung in der Schwangerschaft erhöht Schizophrenie-Risiko beim Nachwuchs
Die aktuelle Analyse basiert auf Daten des dänischen Bevölkerungsregisters, wonach zwischen 1973 und 1995 rund 1,38 Millionen Kinder geboren wurden. Die Datenaufzeichnungen ermöglichten es den Forschern herauszufinden, ob die Mütter der Kinder sechs Monate vor oder während ihrer Schwangerschaft einen engen Angehörigen verloren hatten oder ein Verwandter in diesem Zeitraum eine lebensbedrohliche Erkrankung erlitten hatte. Derartige Vorfälle wurden von den Studienleitern als psychisch stark belastende Ereignisse gewertet. Bis Mitte 2005 bzw. bis zu dem 10. Geburtstag des Nachwuchses dieser Mütter wurde auf Basis des zentralen dänischen Registers für psychische Erkrankungen überprüft, ob bei den Kindern eine Schizophrenie festgestellt wurde. Die Auswertung ergab einen Zusammenhang zwischen mütterlichem psychischem Stress in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft und dem Erkrankungs-Risiko des Nachwuchses. Im Falle des Verlustes eines Angehörigen der Mutter, erhöhte sich das Risiko für eine schizophrene Erkrankung der Kinder um 67%. Diese Gefahr bestand jedoch nur bei Todesfällen im ersten Schwangerschaftsdrittel nicht aber im Zeitraum davor oder danach. Die Studienautoren ziehen aus diesen Ergebnissen den Schluss, dass die mentale Gesundheit der Mütter im Zeitraum der frühen Schwangerschaft das Schizophrenie-Risiko des Nachwuchses tatsächlich beeinflusst. Auch deckten sich diese Ergebnisse mit früheren Hinweisen, wonach verschiedene Stressoren und Umwelteinflüsse die Hirnentwicklung von Ungeborenen verändern können. „Jüngst zeigte eine ähnlich angelegte Studie, dass eine Grippeerkrankung der Mutter im Verlauf der Schwangerschaft das Risiko für eine schizophrene Erkrankung des Babys erhöht", fügt Dr. König hinzu. „Auch in diesem Zusammenhang standen bestimmte Stressoren - chemische Botenstoffe -, die von der Mutter ausgeschüttet werden, im Verdacht die fetale Hirnentwicklung zu beeinflussen und das Risiko für eine Schizophrenie zu erhöhen", ergänzt Dr. König. Weitere Meldungen zum Thema:
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