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29.01.2008 Bayerische Frauenärzte verbessern Schwangerenvorsorge
Hintergrund der Kooperation ist, dass werdende Mütter aufgrund der besonderen hormonellen Situation für Zahnerkrankungen eher gefährdet sind. Diese können dann weitere schwerwiegende Komplikationen mit sich bringen. „Bei Schwangeren stellen Zahnfleisch-Erkrankungen allgemein ein Risiko für Frühgeburten dar, weil durch Entzündungen im Mundraum eine Bakterieämie und unter anderem vorzeitige Wehentätigkeit ausgelöst werden kann", erläutert der Initiator des Projektes. „Dem möchten wir durch diese Behandlungsverbesserung vorbeugen." Die bei der AOK versicherten Schwangeren erhalten auf Wunsch nun zusätzlich zur regulären Schwangerenberatung beim Gynäkologen Informationen zu den erhöhten Risiken von Zahnfleischerkrankungen sowie eine Überweisung zu einem teilnehmenden Zahnarzt. Dieser berät die Schwangere zum Thema Zahnhygiene, untersucht auf Zahnschäden und entfernt gegebenenfalls Zahnstein. Für die Versicherten fallen dabei keine zusätzlichen Kosten an. „Wir erhoffen uns eine hohe Teilnehmerzahl unter den Gynäkologen und Zahnärzten, um die Versorgung der Patientinnen weiter zu verbessern, ohne dass sie diese Leistungen selber aufwenden müssen", ergänzt der Gynäkologe. „Diese Möglichkeit der engmaschigen Kooperation zwischen niedergelassenen Ärzten ist im Zuge der Gesundheitsreform möglich geworden." Mit dem Projekt „Junge Familie" hat der BVF Bayern nunmehr das zweite Modell zur integrierten Versorgung in Bayern initiiert. Bereits seit Herbst 2006 läuft das Konzept „Hallo Baby" erfolgreich, an dem rund 6.000 schwangere BKK-Versicherte teilgenommen haben und das auch von anderen Bundesländern übernommen wurde. Auch hierbei werden die Versicherten über die regulären Vorsorgeuntersuchungen hinaus noch intensiver betreut. „Der Erfolg der beiden Modelle ebnet den Weg für weitere Projekte im Rahmen der integrierten Versorgung, die dann ebenfalls unseren Patientinnen zu Gute kommen", stellt Dr. Hausser in Aussicht. Weitere Meldungen zum Thema:
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