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04.02.2008

Kondome können allergische Reaktionen hervorrufen

Bei Kondombenutzung können allergische Reaktionen gegen Bestandteile des Präservativs auftreten. „Immer häufiger kommen Fälle von Latex-Allergien vor. Dann jucken, brennen und röten sich die Haut und Schleimhaut", sagt Dr. Klaus König vom Vorstand des Berufsverbandes der Frauenärzte e. V. (BVF). „Wesentlich häufiger reagieren Menschen aber sensibel auf bestimmte Inhaltsstoffe der Geleitbeschichtung von Kondomen wie beispielsweise spermienabtötende Mittel." Kondome bestehen meist aus Latex, der aus Kautschuk gewonnen wird. Die Präservative mancher Hersteller sind zusätzlich mit einem dünnen Film aus Spermiziden, Substanzen welche die Spermien abtöten, beschichtet, um die Empfängnisverhütung noch sicherer zu machen. Oft sind auch Gleitmittel aufgebracht, die beispielsweise Silikon enthalten, was wiederum von manchen Menschen nicht vertragen wird.

Personen mit einer Kontaktallergie gegen Latex können Kondome verwenden, die aus anderen Grundstoffen gefertigt werden. „Inzwischen gibt es Präservative aus Polyethylen, Polyurethan oder Polyisopren, die mit den Eigenschaften von Latex vergleichbar sind. Auch das Kondom für die Frau, das Femidom, ist latex-frei", ergänzt der Gynäkologe. „Vor dem Gebrauch von latex-freien Kondomen sollte die vorausgegangene Überempfindlichkeits-Reaktion jedoch erst ausheilen."

Wenn Latex nicht der Auslöser für die Allergie ist, sollten spermazidbeschichtete Kondome vermieden werden. Sind Bestandteile des Gleitmittels die Verursacher, schafft oft schon der Wechsel auf ein Kondom einer anderen Marke Linderung. „In jedem Fall ist es ratsam, die Unverträglichkeitsreaktion mit Ihrem Arzt abzuklären", rät Dr. König.



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