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31.01.2008

Ausdauertraining verringert Brustkrebs-Risiko

Frauen, die häufig Sport treiben, haben nach Expertenansicht ein deutlich geringeres Risiko an einem Mammakarzinom zu erkranken. Das berichtet die in Hamburg erscheinende Zeitschrift „Vital" unter Berufung auf Dr. Anke Kleine-Tebbe vom Brustkrebszentrum der Charité in Berlin. „Sport senkt das Risiko für Brustkrebs um 30 bis 40 Prozent", sagt die Ärztin. Bereits nach sechs bis zwölf Wochen körperlicher Aktivität sei die Krebsgefahr geringer.

Der größte Effekt zeigt sich bei Frauen mit einem Body-Mass-Index (BMI) unter 25, das Lebensalter spielt dabei keine Rolle. Aber die Sportart ist entscheidend: Allein Sportarten, welche besonders die Ausdauer trainieren wie etwa Jogging, Walking, Rudern oder Fahrradfahren sind effektiv. „Das Ausdauertraining darf jedoch nicht überfordern und sollte bei Anfängern langsam aufgebaut werden", rät die Ärztin. Denn nur ein sanftes Training verbessere die Leistung des Immunsystems. Hochleistungssport oder Marathonläufe könnten die Abwehr dagegen schwächen.

Grund für den positiven Effekt des Trainings ist der Östrogen-Spiegel im Körper, der durch Sport gesenkt wird. Die weiblichen Sexualhormone sind den Angaben zufolge bei 70% der Krebserkrankungen dafür verantwortlich, dass sich die Brustzellen unkontrolliert teilen und Tumore entstehen. Regelmäßige Bewegung könne daher das Tumorwachstum hemmen.

Auch Brustkrebs-Patientinnen profitieren von sportlicher Betätigung

Auch Frauen, die bereits an Brustkrebs erkrankt sind, kann Ausdauersport helfen, wie eine Studie der Charité zeigt. So litten sportliche Patientinnen nach der Chemotherapie deutlich weniger an Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Erschöpfung, erklärt die Expertin. Da durch die körperliche Aktivität zudem mehr Glückshormone im Gehirn freigesetzt werden, fühlten sich die Frauen besser als Patientinnen, die keinen Sport treiben. Auch die allgemeine Heilung werde bei regelmäßigem Training leicht vorangetrieben.



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