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30.01.2008

Schwangerschaft: Koffein erhöht das Risiko einer Fehlgeburt

Amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass der Konsum von Koffein während der Schwangerschaft das Risiko für eine Fehlgeburt erhöht. Werdende Mütter, die regelmäßig zwei oder mehr Tassen Kaffee am Tag zu sich nahmen, hatten gegenüber Frauen, die völlig auf Koffein verzichteten, ein doppelt so großes Risiko ihr Baby zu verlieren. „Diese Untersuchung belegt, was frühere Studien bereits angedeutet haben: Koffein hat einen Einfluss auf das Fehlgeburtsrisiko und sollte während der Schwangerschaft weitestgehend  reduziert oder besser vermieden werden", sagt. Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte e. V..

In der aktuellen Studie untersuchten Wissenschaftler um Dr. De-Khun Li im Auftrag der US-Krankenversicherung "Kaiser Permanente" 1.063 schwangere Versicherte im Zeitraum von 1996 bis 1998 in San Francisco. Die Studienteilnehmerinnen hatten ihren gewohnten Koffein-Genuss während der Schwangerschaft beibehalten und diesen mit Hilfe eines Fragebogens an die Wissenschaftler für die Auswertung übermittelt. Die Ergebnisse sind im Fachmagazin „American Journal of Obstetrics and Gynecology" veröffentlicht.

Die Forscher stellten fest, dass die Aufnahme von über 200 Milligramm Koffein am Tag - dies entspricht etwa der Dosis von zwei Tassen Kaffee - das Risiko einer Fehlgeburt gegenüber Koffein-Abstinezlerinnen verdoppelte. Frauen, die weniger als 200 Milligramm Koffein am Tag zu sich nahmen, hatten immer noch ein um 40% erhöhtes Risiko. In der Auswertung wurden andere Faktoren, die potentiell Einfluss auf eine Schwangerschaft nehmen, berücksichtigt, wie das Lebensalter, Rauchen, Alkoholkonsum, Bildungsgrad sowie Schwangerschaftssymptome wie Übelkeit und Erbrechen.

„Welcher Mechanismus hinter dem erhöhten Fehlgeburts-Risiko steckt, können wir Ärzte bisher nur vermuten. Wir gehen davon aus, dass Koffein in die Plazenta gelangt. Dort könnte das Stimmulanz einen negativen Einfluss auf den Stoffwechsel des Ungeborenen nehmen und zu einem Abbruch führen", kommentiert Dr. Albring. „Ebenso denkbar wäre die Wirkung des Koffeins auf die Gefäße wodurch die Durchblutung der Placenta beeintächtigt wird, wie es auch von den Studienautoren geäußert wurde."

Koffein findet sich neben Kaffee und Cola auch in Kakao, Schwarz-Tee sowie diversen Energie-Drinks.


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