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04.12.2007

Gynäkologische Krebsfrüherkennung - nur regelmäßige Teilnahme gewährleistet hohe Sicherheit

Frauen haben bei der Untersuchung zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs nur dann eine hohe Sicherheit, wenn sie jährlich daran teilnehmen. „Die Abstrich-Untersuchung, der so genannte Pap-Test, spürt nicht mit hundertprozentiger Sicherheit potenziell gefährliche Zellveränderungen und Krebsvorstufen am Gebärmutterhals auf", erklärt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte e. V. (BVF). „Aus diesem Grunde ist diese Vorsorge-Untersuchung jährlich angesetzt, um den Teilnehmerinnen durch wiederholte Abstriche eine höhere Sicherheit zu gewährleisten."

Beim Pap-Abstrich werden oberflächliche Zellen vom Muttermund und dem Gebärmutterhals entnommen, um diese anschließend im Labor auf Veränderungen zu überprüfen und diese zu klassifizieren. Werden Auffälligkeiten deutlich, müssen diese - je nach Ausmaß - entweder in einem verkürzten Zeitintervall durch eine erneute Abstrich-Untersuchung überprüft oder direkt weiter abgeklärt werden. In letzterem Fall schließt meist eine Lupen-Untersuchung der verdächtigen Bereiche - die so genannte Kolposkopie - und möglicherweise eine Gewebeentnahme an. „Die herabgesetzte Treffsicherheit des Pap-Tests ist in methodischen Schwierigkeiten begründet. Unter Millionen von Zellen müssen diejenigen ausfindig gemacht werden, die verdächtig sind. Beim Abstrich werden jedoch nicht zwangsläufig diese auffälligen Zellen erfasst oder bei der späteren Betrachtung unter dem Mikroskop identifiziert", erklärt der Präsident. „Für Frauen ist es wichtig zu wissen, dass sie durch eine einmalige Teilnahme an der Krebsfrüherkennungs-Untersuchung keine vollkommene Sicherheit darüber haben, dass sie unauffällig sind. Bei einer regelmäßigen Teilnahme wird die Sicherheit deutlich erhöht, weil die Wahrscheinlichkeit steigt, dass mögliche auffällige Zellen beim Abstrich erfasst werden werden." 80% der Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses treten bei Frauen auf, die in den letzten Jahren die Früherkennungs-Untersuchung nicht wahrgenommen haben.

Die jährliche Untersuchung zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs wird ab dem 20. Geburtstag lebenslang empfohlen und von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Die Untersuchung beinhaltet auch die Beurteilung der anderen inneren und der äußeren Geschlechtsorgane, also des Gebärmutterkörpers, der Eierstöcke, der Vulva und spätestens ab dem Alter von 30 auch die der Brüste. Tumoren dieser Organe wachsen schneller und machen auch deshalb das jährliche Untersuchungsintervall notwendig. „Zusätzlich zur regelmäßigen Teilnahme an der Krebsfrüherkennungs-Untersuchung, ist die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) die beste Strategie, um eine große Zahl von Gebärmutterhalskrebs-Erkrankungen und deren Vorstufen zu verhindern", ergänzt der niedergelassene Gynäkologe aus Hannover.

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