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26.11.2007

Juckreiz im Intimbereich ist oft eine Infektion mit Hefepilzen

Hinter Juckreiz, Brennen, Rötungen und Schwellungen im Intimbereich steckt oft eine Pilzinfektion. „Derartige Beschwerden werden durch eine übermäßige Besiedlung der Scheide mit Hefepilzen - meist Candida albicans - verursacht", erklärt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte e. V. (BVF). Hefen finden im warmen, feuchten Milieu der Scheide und im Umfeld der Milchsäurebakterien gute Lebensbedingungen vor. Das Vorhandensein der Hefen führt jedoch nicht zwangsläufig zu Symptomen. „Zu einem krankhaften Befall der Scheide und zu Beschwerden kommt es in der Regel erst bei Frauen, deren Immunsystem geschwächt ist - beispielsweise durch Stress. Auch chronische Grunderkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenstörungen können die so genannte Candidose fördern. Ebenfalls kann sie infolge übertriebener Hygienemaßnahmen oder einer Antibiotika-Behandlung auftreten", ergänzt der Münchner Gynäkologe.

In der Regel bekommt man eine akute Pilzerkrankung innerhalb von wenigen Tagen in den Griff. Die Behandlung erfolgt mit Hilfe von Anti-Pilzmitteln (Antimykotika) in Form von Cremes, Zäpfchen oder Pasten. Da Juckreiz und Ausfluss aber auch Folge einer bakteriellen Entzündung mit Enterokokken, Coli-Bakterien, Trichomonaden oder Gardnerella vaginalis sein können, sollte in jedem Fall ein Frauenarzt aufgesucht werden, um die tatsächliche Ursache abzuklären. „Solange der Auslöser für die Beschwerden nicht geklärt ist, kann ich von einer Selbstbehandlung mit freiverkäuflichen Mitteln nur abraten", warnt Dr. Albring. Wenn Pilzerkrankungen wiederholt auftauchen, sollten Frauen das mit ihrem Gynäkologen besprechen. Dann kann eine langfristige Therapie sinnvoll sein, die das Immunsystem stärkt.



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