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07.11.2007 HPV-Impfung auch nach durchgemachter Infektion sinnvoll
Ende 2006 kam der erste Impfstoff gegen HPV in Deutschland auf den Markt. Er richtet sich gegen vier Viren-Typen: zwei Hochrisikotypen (16 und 18), die Krebs am Gebärmutterhals auslösen können und zwei Niedrigrisikotypen (6 und 11) die harmlose Feigwarzen verursachen. Seit Oktober 2007 ist ein weiterer Impfstoff auf dem Markt, der sich ebenfalls gegen HPV 16 und 18 richtet, die zusammen für etwa 70% aller Gebärmutterhalskrebsfälle (Zervixkarzinome) verantwortlich sind. Nach Aussage des Chefarztes am Zentrallabor des Krankenhauses der Stiftung Juliusspital in Würzburg, Prof. Timo Schwarz, sei aber auch eine verminderte Infektionsrate bei den beiden Hochrisikotypen 31 und 45 beobachtet worden. Es handelt sich dabei um eine so genannte Kreuzimmunität, die dadurch zu Stande kommt, dass einige Viren eng miteinander verwandt sind und diese nach der Impfung vom Immunsystem ebenfalls erkannt und zum Teil eliminiert werden können. Insgesamt könnten nach Einschätzung des Infektologen somit um die 80% der Krebserkrankungen und Krebsvorstufen verhindert werden. Weil sich junge Mädchen aufgrund der Beschaffenheit des Gewebes am Gebärmutterhals besonders leicht infizieren können, macht es großen Sinn bereits ab dem Alter von 12 Jahren zu impfen, so Prof. Schwarz. Ältere Frauen infizieren sich zwar seltener mit HPV, eine Infektion wird dann aber weniger schnell überwunden als bei jungen Mädchen. Daher sei die Impfung auch für Frauen über 17 Jahren grundsätzlich sinnvoll. Ab dem 18. Geburtstag ist die Impfung jedoch keine festgelegte Kassenleistung mehr, sondern eine so genannte Individuelle Gesundheits-Leistung (IGEL), die selbst bezahlt werden muss. Einige Krankenkassen erstatten die Impfung sinnvollerweise dennoch. Daher lohnt es sich im Vorfeld der Immunisierung bei der eigenen Kasse nachzufragen, ob die Kosten übernommen werden. Weitere Meldungen zum Thema:
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