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31.10.2007

Frauenärzte warnen vor Dauerbezug der Antibabypille über das Internet

Der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) warnt eindringlich davor hormonelle Verhütungsmittel dauerhaft und ohne regelmäßige Kontrolluntersuchung durch den Arzt über das Internet zu beziehen. „Die „Pille" ist ein rezeptpflichtiges Arzneimittel, das aufgrund gewisser Risiken die mit der Anwendung verbunden sind und unter Beachtung von Gegenanzeigen vom Gynäkologen verschrieben werden muss", erklärt Dr. Christian Albring, Präsident des BVF. „Eine Kontrolluntersuchung sollte unbedingt regelmäßig alle sechs Monate erfolgen, damit der behandelnde Arzt die Verträglichkeit und die Nebenwirkungen individuell beurteilen kann. So verlangt es auch die Leitlinie zur Empfängnisverhütung in Deutschland." 

Hintergrund der Warnung ist, dass Arzneimittel zunehmend aus dem Ausland über das Internet bestellt werden können - so auch die „Pille". Verschiedene Anbieter werben derzeit damit, dass Verhütungsmittel nach einmaligem Einreichen des Rezeptes über Jahre hinweg zu beziehen seien. Die Vertreiber preisen diese Möglichkeit nach dem Motto „Pille im Abo" an. Der Bezug sei außerdem besonders günstig und vermeide den unbequemen Gang zum Arzt. „Dass die Patientinnen aus medizinischer Sicht völlig allein gelassen werden und das gesundheitliche Risiko alleine tragen, verschweigen die Anbieter. Ich kann nur allen Patientinnen davon abraten hormonelle Verhütungsmittel über das Internet zu beziehen", fügt Dr. Albring hinzu.

Auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt vor dem Kauf von Arzneimitteln aus unsichern Quellen im Internet - insbesondere bei rezeptpflichtigen Präparaten. Zum einen weil die Einnahme von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ohne vorherige Konsultation eines Arztes oder fehlender ärztlicher Kontrolle mit hohen Risiken für die Gesundheit verbunden sei. Zum anderen auch, weil Fälschungen von Medikamenten vertrieben werden, die ebenfalls Gefahren bergen.



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