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03.10.2007 Pille erhöht das Krebsrisiko nicht
Die Forscher verfolgten die Krankengeschichte der untersuchten Frauen zum einen mit Hilfe des Hausarztes, aber auch über Daten, die der Nationale Gesundheitsdienst erfasst hatte. Auf dieser Grundlage berechneten sie unter Berücksichtigung verschiedener Einflussgrößen wie dem Alter, der Geburtenanzahl, Tabakkonsum und dem sozialen Status die Risiken für bestimmte Krebserkrankungen sowie das allgemeine Krebsrisiko. Die Auswertung ergab, dass die „Pillengruppe" gegenüber der Gruppe ohne Einnahme dieses Verhütungsmittels kein erhöhtes Risiko hatte. Laut der Daten senkte die Einnahme der Pille sogar die Wahrscheinlichkeit eine Krebserkrankung zu bekommen um 12%. Dies entspricht - nach den Angaben der Forscher - einem Krebsfall weniger pro 2.200 Frauen im Jahr. Dieser Effekt bezieht sich vor allem auf ein reduziertes Darm-, Gebärmutter- und Eierstock-Krebsrisiko - eine Wirkung, die auch Jahre nach Ende der Einnahme nachweisbar war. Auf die Häufigkeit von Brustkrebserkrankungen, die in früheren Studien mit den Hormonpräparaten in Verbindung gebracht worden war, hatte die Pilleneinnahme keinen Einfluss. Wurde die Pille jedoch länger als acht Jahre eingenommen - was für ein Viertel der Probandinnen zutraf -, erhöhte sich das Risiko für Gebärmutterhalskrebs und Tumoren des zentralen Nervensystems. Insgesamt zeigten die Daten, dass die Einnahme des Verhütungsmittels eher von Vorteil als von Nachteil sei, erklärten die Forscher. Aussagekräftig sind die Daten vor allem für diejenigen Frauen, die in den späten Sechzigern mit der Einnahme der Pille begonnen hatten. Auf die aktuelle Situation können die Daten nicht ohne weiteres übertragen werden, da sich mittlerweile die Präparate, die Einnahmedauer und andere medizinische Faktoren stark verändert haben.
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