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20.09.2007

Aids-Stiftung: Mehr erkrankte Frauen beantragen Hilfe

Bei der Deutschen Aids-Stiftung suchen immer mehr Frauen Hilfe. Der Anteil von weiblichen Antragstellern sei von 2002 bis 2006 von einem Viertel auf ein Drittel gestiegen, berichtete die Stiftung in Bonn. Dieser hohe Anteil zeigt die besonders schwierige soziale Situation von HIV oder Aids betroffener Frauen, die häufig auch für Kinder sorgen müssen. Von den rund 56.000 HIV-Infizierten, die Ende 2006 in Deutschland lebten, waren nach Angaben des Robert Koch-Instituts 47.000 Männer, 8.500 Frauen und 400 Kinder.

Viele der betroffenen Menschen leben nach Angaben der Stiftung in materieller Not. Die Aids-Stiftung half nach eigenen Angaben im Jahr 2006 insgesamt 4318 Menschen mit HIV/Aids - darunter auch 128 HIV-positiven Kindern in akuten Notlagen. Fast eine Million Euro sei insgesamt für Einzelhilfen bewilligt worden. Die Stiftung engagiert sich außerdem in Hilfsprojekten.

Viele HIV-positive Menschen lebten heute zwar länger - aber in Armut, sagte der Vorstandschef der Stiftung, Christoph Uleer. Die zum Teil signifikante Verbesserung der Gesundheit vieler Betroffener durch neue Therapiemöglichkeiten gehe nicht einher mit einer besseren sozialen Absicherung.

Auch die Veränderungen in der Sozialgesetzgebung hätten bei vielen Betroffenen zu einer schlechteren materiellen Lage geführt, sagte der Geschäftsführende Vorstand der Stiftung, Ulrich Heide. Dies mache sich auch in den Anträgen bemerkbar, die deutlich öfter für Gegenstände wie Bekleidung, Betten, Haushaltsgeräte sowie Seh- oder Hörhilfen gestellt würden. Zunehmend übernehme die Stiftung auch eine Ersatzfunktion bei der existenziellen Grundversorgung.

Die Stiftung verzeichnete im Jahr 2006 beim Spendenaufkommen eine stabile Entwicklung. Insgesamt betrugen die Einnahmen rund 3,5 Millionen Euro.



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