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03.09.2007

Diabetes in der Schwangerschaft entwickelt sich oft zu „echtem“ Diabetes

Als Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes bezeichnet man eine Kohlenhydrat-Stoffwechselstörung, die während der Schwangerschaft auftritt bzw. erkannt wird. Die Erkrankung hat wiederkehrende, kurzzeitig erhöhte Blutzuckerwerte der Mutter und schließlich auch des Kindes zur Folge. Patientinnen mit einem Gestationsdiabetes haben deswegen ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten, Bluthochdruck und Infektionen. Um diese Komplikationen zu verhindern, müssen daher die Blutzuckerwerte bei Schwangerschaftsdiabetes besonders penibel und normnah eingestellt werden, speziell auch nach den Mahlzeiten, wo oft die höchsten Blutzuckerspitzen auftreten.

Schwangerschaftsdiabetes tritt in ca. 5% aller Schwangerschaften auf. Er verschwindet zwar in den allermeisten Fällen nach der Geburt, ca. 50% aller Frauen entwickeln jedoch innerhalb von 5 Jahren nach der Geburt einen "echten" Typ-2-Diabetes. 10% der Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes leiden dagegen an einem Typ-1-Diabetes, der in der Regel nach der Schwangerschaft nicht verschwindet.

Blutzucker-Kontrolle ab der 24. Woche empfohlen
Schwangere Frauen sollten deshalb in der 24. Schwangerschaftswoche ihre Blutzuckerwerte kontrollieren lassen, z. B. mit Hilfe eines oralen Glukosetoleranztests. Drei Monate nach der Geburt sollten sich Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes dann erneut einem Blutzuckertest unterziehen, um sicher zu gehen, dass der Diabetes verschwunden ist. Urinzucker-Messungen seien während einer Schwangerschaft dagegen nicht aussagekräftig.

Zudem sollten Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes, sich bei jeder weiteren Schwangerschaft frühzeitig auf einen erneuten Schwangerschaftsdiabetes testen zu lassen. Außerdem sollten Frauen, die einen Verwandten ersten Grades mit Diabetes haben, frühzeitig in der Schwangerschaft untersucht werden.



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