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07.09.2007

Fettleibigkeit erhöht Risiko von Fehlgeburten

Amerikanische Forscher konnten frühere Annahmen bestätigen, dass fettleibige (adipöse) Mütter mit größerer Wahrscheinlichkeit ein krankes Kind zur Welt bringen. Die US-Wissenschaftler wollten in einer groß angelegten Studie klären, warum eins von 33 Kindern mit Fehlbildungen geboren wird. Die Untersuchung wurde von den Centers of Disease Control and Prevention und beteiligten Zentren in acht amerikanischen Bundesstaaten durchgeführt. Die Einrichtungen bemühten sich jedes Jahr, mindestens 300 Mütter von betroffenen Kindern nach ihren Lebens- und Essgewohnheiten zu befragen. Insgesamt wurden die Daten von 10.249 betroffenen Frauen und 4.065 Kontrollen verglichen. Frauen mit Typ-II-Diabetes mellitus waren von der Studie ausgeschlossen, da die Assoziation der Zuckerkrankheit mit einem erhöhten Fehlgeburtrisiko bekannt war.

Dabei wurde auch der Body-Mass-Index (BMI) der Mütter ermittelt, welcher bereits in früheren Studien mit einem erhöhten Risiko für Fehlbildungen in Zusammenhang gebracht wurde. Die neue Untersuchung bestätigt dies und stellt zugleich weitere Begleitumstände die sich ungünstig auswirken in den Raum.

Der deutlichste Zusammenhang wurde bei einer Störung im Verschluss des Neuralrohrs, der so genannten Spina bifida, beobachtet. Adipöse Mütter (BMI 30 oder höher) brachten 2,1-fach häufiger Kinder mit dieser Entwicklungsstörung zur Welt. Aber auch Herzfehler, eine unvollständige Entwicklung des Enddarms (anorektale Atresie), Fehlmündungen der Harnröhre (Hypospadien), Reduktionsfehlbildungen an den Extremitäten und andere Entwicklungsstörungen waren bei den Kindern adipöser Frauen häufiger. Einzig der Bauchwanddefekt (Gastroschisis) wurde bei Kindern fettleibiger Frauen (deutlich) seltener beobachtet.

Auch Fehl-Ernährung der Mütter spielt eine Rolle
Wie das Körpergewicht das Fehlbildungsrisiko beeinflusst, ist unklar. Der Verdacht, dass der Ausschluss von Frauen mit Typ-II-Diabetes mellitus innerhalb der Studienteilnehmerinnen nicht ganz gelungen sein könnte, ist denkbar. Auch zeigt der bekannte Zusammenhang zwischen Folsäuremangel und einem Neuralrohrdeffekt indes, dass andere Ernährungsfaktoren eine Rolle spielen. Zumal Ernährungsfehler bei adipösen Frauen nicht ungewöhnlich sind.

Die Experten warnen aber ausdrücklich davor, vor oder während einer geplanten Schwangerschaft „Gewaltdiäten" durchzuführen. Diese gefährden die Gesundheit des ungeborenen Babys.

News aus verschiedenen ärztlichen Fachbereichen zu  Schwangerschaft unter: http://www.aerzte-im-netz.eu/



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