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02.08.2007 Herpes simplex- Infektionen begünstigen HIV-Infektionen
Nach einer ersten Infektion mit dem Herpesvirus verbleibt der Erreger latent in den so genannten Ganglienzellen bestimmter peripherer (oberflächlicher) Nerven, ohne Krankheitszeichen zu verursachen. Ist die Immunabwehr geschwächt, ruft er erneut die typischen Bläschen hervor. In Deutschland sind Infektionen mit dem Erreger nicht so stark verbreitet wie in anderen Regionen der Welt. Aus diesem Grund lässt sich hierzulande nur etwa jede 5. HIV-Neuinfektion mit einer Herpes-Infektion in Zusammenhang bringen. HIV-negative Menschen, die mit dem genitalen Herpesvirus infiziert sind, haben eine höhere CD4-Zellzahl in ihrer Schleimhaut. Dies macht sie anfälliger für eine HIV-Infektion. Bei den CD4-Zellen (auch T4-Helferzellen) handelt es sich um Abwehrzellen, die zu den weißen Blutkörperchen zählen. Sie gehören zu den Hauptangriffszielen von HIV. Bei einer HIV-Infektion dringt das Virus in die CD4-Zellen ein und vermehrt sich in Ihnen. HIV-Patienten, die gleichzeitig eine aktive Herpesvirusinfektion haben, weisen eine höhere Virusmenge sowohl in der Schleimhaut als auch im Blut auf. Dadurch geht von den Betroffenen bei ungeschützten Sexualkontakten ein größeres Risiko einer Übertragung des Erregers aus. Erst kürzlich hatte eine Studie in Burkina Faso ergeben, dass Frauen, die sowohl mit HIV als auch mit dem Herpesvirus Typ 2 infiziert sind, von einer dreimonatigen Behandlung mit Valacyclovir profitieren können. Der Arzneistoff wird zur Behandlung der Herpesvirusinfektion eingesetzt. Er war im Rahmen der Studie aber auch in der Lage, eine gleichzeitig bestehende HIV-Infektion günstig zu beeinflussen. Quelle: Ärztezeitung Weitere Meldungen zum Thema "HIV und AIDS" unter www.hiv-info.de Weitere Meldungen zum Thema:
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