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02.07.2007

Schwangerschaft: Tropenreisen und extreme Höhenunterschiede vermeiden

Werdende Mütter sollten Aufenthalte in tropischen und subtropischen Klimazonen sowie in großer Höhe vermeiden. „Urlaube in tropische und subtropische Länder sind insbesondere wegen der eingeschränkten Möglichkeiten an Schutzimpfungen und vorbeugender Medikamentengabe, wie etwa gegen Gelbfieber und Malaria, für Schwangere ungünstig", erklärt Dr. Michael Wojcinski vom Berufsverband der Frauenärzte (BVF). „Auch längere Aufenthalte in über 2.500 Meter Höhe sind für Europäerinnen, die nicht an die „dünne" Luft gewohnt sind, genauso wenig anzuraten, wie Tauchen in größerer Tiefe." Bei Schwangerschaften ohne Komplikationen spricht grundsätzlich nichts gegen Reisen, solange Sie gut geplant sind und der Frauenarzt keine Einwände hat. „Für werdende Mütter empfiehlt es sich, innerhalb von Europa zu verreisen und stets gut auf Hygienemaßnahmen zu achten, um Infektionskrankheiten zu vermeiden", rät der Gynäkologe. „Dabei ist das zweite Schwangerschaftsdrittel besonders günstig, da sich die Frauen zu diesem Zeitpunkt besonders wohl fühlen und noch nicht zu sehr in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind." Es ist wichtig, den Mutterpass sowie den Impfpass und die Krankenversicherungskarte bei sich zu tragen. Auch die Telefonnummer des behandelnden Frauenarztes sollte für alle Fälle parat sein.

Grundsätzlich ist es angeraten, den Impfstatus vor einer Schwangerschaft von einem Frauenarzt überprüfen und gegebenenfalls vervollständigen zu lassen. „Wenn die letzte Auffrischung gegen Keuchhusten oder Tetanus und Diphtherie mehr als zehn Jahre zurückliegt, sollten diese Impfungen aufgefrischt werden. Ebenso sollte ein ausreichender Schutz vor Masern, Mumps, Röteln und Windpocken unbedingt vor einer Schwangerschaft durch rechtzeitige Impfung gewährleistet sein", empfiehlt der niedergelassene Frauenarzt aus Bielefeld. „Frauen mit Kinderwunsch und Reiselustige sollten auch gegen Hepatitis B geimpft sein, die Impfung gegen Hepatitis A ist ebenfalls sinnvoll", rät Dr. Wojcinski von der „Arbeitsgemeinschaft Impfen" des BVF. Raten Gynäkologen Schwangeren von einer Fernreise ab und empfehlen stattdessen eine Reise in den Süden Deutschlands, dann darf eine Zeckenimpfung gegen FSME nicht fehlen. „Es lohnt sich - für Frauen mit und ohne Kinderwunsch - bei den jeweiligen Krankenkassen zu erfragen, ob sie diese vorbeugenden Maßnahmen erstatten, denn inzwischen bieten einige Krankenkassen (z.B. KKH, TK, DAK, GEK und andere) ihren Versicherten einen erweiterten Impfschutz für Auslandsreisen", fügt der Impfexperte hinzu.

Hier finden sie eine Liste mit Krankenkassen die inzwischen die Reiseschutzimpfungen erstatten: http://www.internisten-im-netz.de/

Verschiedene Informationen zum Thema "Reisen" auch unter http://www.aerzte-im-netz.eu/



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