Frauenärzte im Netz

Aktuelle Meldungen


14.06.2007

Pille mindert nicht die Chance auf spätere Schwangerschaft

Frauen, die zur Empfängnisverhütung die „Pille" einnehmen, brauchen sich keine Sorgen zu machen, dass es später schwieriger sein wird, ein Baby zu bekommen. „Die langjährige Einnahme hormoneller Verhütungsmittel beeinträchtigt die Fruchtbarkeit bei Frauen nicht. Das konnten neue Daten einer großen europäischen Studie aktuell zeigen", sagt Dr. Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden, lag nach Absetzen der „Pille" in der gleichen Größenordung wie unter „natürlichen" Bedingungen, da die Eierstöcke nur zeitweise ruhig gestellt werden."

An der Studie nahmen etwa 60.000 Frauen teil, die über die Dauer von rund zwei Jahren zur Empfängnisverhütung die „Pille" einnahmen. 3,5% der Testpersonen setzten das Verhütungsmittel wieder ab, mit dem Ziel schwanger zu werden. Bereits im ersten Menstruationszyklus nach Absetzen der „Pille" erwarteten 21% von ihnen Nachwuchs. Nach einem Jahr waren rund 79% der Frauen schwanger. „Diese Zahlen entsprechen in etwa der Empfängnisrate, wie sie auch bei Frauen zu erwarten ist, die keine Verhütungsmittel verwenden", erklärt der niedergelassene Gynäkologe. Im Durchschnitt wurde eine gewollte Schwangerschaft innerhalb von drei Monaten erreicht.

„Viele Frauen machen sich Sorgen, dass die Chance schwanger zu werden umso kleiner wird, je länger sie die „Pille" zur Empfängnisverhütung nutzen", meint Dr. Albring. „Wir können diese Frauen nun beruhigen. Den Ergebnissen der Studie zur Folge, mindert die Dauer der Einnahme in keiner Weise die Chancen auf eine Schwangerschaft." Bei Studienteilnehmerinnen, welche die „Pille" höchstens 24 Monate eingenommen hatten, trat bei rund 79% eine Schwangerschaft ein. Bei Frauen mit mindestens zweijähriger Einnahmedauer lag die Rate mit 81% sogar noch höher.

Die „Pille" ist das am häufigsten verwendete und beliebteste Verhütungsmittel in Deutschland. Unter der „Pille" versteht man im Allgemeinen ein Östrogen-Gestagen-Kombinationspräparat. Wenn es, wie heute meist üblich, niedrig dosiert ist - wird es als „Mikropille" bezeichnet. Daneben gibt es auch noch reine Gestagen-Produkte, die so genannten „Minipillen".



Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Schwangere Frauen gesucht

Die Uni Erfurt und das Robert-Koch-Institut führen eine Studie zu Gesundheitsentscheidungen durch uns suchen Teilnehmerinnen.

zum Artikel...

Bei Zweifel an Brustimplantaten an Operateur werden

Erste Anlaufstelle beim Verdacht auf minderwertige Brustimplantate des Hersteller Poly Implant Prothèse PIP ist der Arzt, der die Implantate eingesetzt hat.

zum Artikel...

Vorsorgeuntersuchungen und Krebsfrüherkennung

Obwohl alle Kranken- versicherten Anspruch auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen haben, wird dieses Angebot in Deutschland erstaunlich wenig wahrgenommen. Dabei sind heute viele Erkrankungen bei rechtzeitiger Diagnose heilbar.

zum Artikel...

Forum beantwortet Fragen zur HPV-Impfung

Eltern und Jugendliche können im Internet persönliche Fragen zur HPV-Impfung und auch zum Impfen im Allgemeinen an Experten richten: www.impfenimdialog.de/

zum Artikel...

Schwanger ab 35

Je später eine Schwanger- schaft geplant wird, desto wichtiger ist die körperliche Gesundheit der Frauen und ihr Lebensstil.

zum Artikel...

"Frauenkrankheiten" von A bis Z

Die typischen Frauen- krankheiten betreffen die weiblichen Geschlechtsorgane und hängen meist stark mit dem Hormonhaushalt zusammen ...

zum Artikel...

Kosmetische & ästhetische Korrekturen

Viele Frauen möchten sich operativ verändern. Zu bedenken ist, dass kosmetische Eingriffe an einem gesunden Körper durchgeführt werden, ihn unwiederbringlich verändern
und Risiken bergen.

zum Artikel...

Sexualität - Das erste Mal

Offene Gespräche und eine gemein- same Vorbereitung sind für ein gelungenes „erstes Mal" wichtig.

zum Artikel...

Pille vergessen - und jetzt?

Wurde die planmäßige Einnahme der Pille versäumt, sollte die fehlende Tablette am besten sofort nachgenommen werden. Ob zusätzlich verhütet werden muss erfahren Sie hier.

zum Artikel...

Waren Sie 2012 schon bei Ihrem Frauenarzt?

Die jährliche Krebsfrüh- erkennung ist ein wichtiger Baustein der Gesundheitsvorsorge. Der beste Termin für den Abstrich am Gebärmutterhals ist die Zyklusmitte.

zum Artikel...