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29.05.2007 Auch bei HIV gibt es einen „Schutz danach“
„Die HI-Viren infizieren zunächst Immunzellen im Bereich der Eintrittstelle", erklärt Dr. Peter Walger vom Universitätsklinikum Bonn. Diese wandern erst nach mehreren Stunden in nahe gelegene Lymphknoten, wo sie sich vermehren und von dort aus ausbreiten können. „Kurz nach einer Virusübertragung lässt sich die Ausbreitung des Erregers deshalb am ehesten verhindern", so der Infektiologe. Mit Hilfe der Sofortmaßnahmen können die Betroffenen auch selbst die Viren am Körpereintritt hindern und die Virusmenge verringern. Eine kurzzeitige Medikamenteneinnahme, die so genannte Postexpositonsprophylaxe (PEP), soll dann die Virusvermehrung blockieren. Zeitnahe Reinigung der infizierten Körperstelle erforderlich Über diese Sofortmaßnahmen hinaus ist eine vorbeugende Behandlung mit Medikamenten möglich, z. B. wenn feststeht, dass die Kontaktperson mit HIV infiziert ist. Vor Beginn der medikamentösen Prophylaxe sollte immer ein HIV-erfahrener Arzt kontaktiert werden. Es werden verschiedene Medikamente miteinander kombiniert, die die Vermehrung des Virus hemmen. Sie werden in der Regel 4 Wochen lang verabreicht. Je früher eine medikamentöse Prophylaxe begonnen wird, desto größer sind die Aussichten, eine Infektion zu verhindern. „Sie sollte möglichst innerhalb von 2 Stunden nach dem Kontakt mit infiziertem Material begonnen werden", empfiehlt Dr. Walger. Sind mehr als 3 Tage seit dem Risikokontakt vergangen, sei der Nutzen einer medikamentösen Vorbeugung dagegen nicht mehr gegeben.
Mehr Informationen unter http://www.hiv-info.de/index.jsp Weitere Meldungen zum Thema:
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