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30.04.2007

Geschlechtskrankheiten erhöhen Risiko für Ansteckung mit resistentem HI-Virus

Eine britische Studie hat jetzt einen Zusammenhang zwischen Geschlechtskrankheiten und einer Infektion mit einem bereits resistenten HI-Virus festgestellt. Darüber hinaus bestätigt sie frühere Untersuchungen, dass Geschlechtskrankheiten die Übertragung des HI-Virus begünstigen können. Zu diesen Ergebnissen kamen die Forscher nach Auswertung der Daten von 185 Patienten, deren HIV-Infektion bereits innerhalb von 6 Monaten nach Ansteckung mit dem Erreger erkannt worden war. 15 % der Betroffenen hatten sich mit einem  HI-Virus infiziert, das bereits gegen einzelne antiretrovirale Wirkstoffe Resistenzen aufwies. Fachleute bezeichnen dies als Primärresistenz.

Bei 124 der 184 Studienteilnehmer wurde überprüft, ob zum Zeitpunkt der HIV-Diagnose oder bis zu drei Monate zuvor eine Infektion mit einer sexuell übertragbaren Krankheit bestanden hatte. Bei 45 % der Patienten konnte mindestens eine Infektion nachgewiesen werden. Studienteilnehmer mit einer Primärresistenz waren doppelt so häufig mit einem Erreger, der durch Geschlechtsverkehr übertragen wird, infiziert, wie HIV-positive Teilnehmer ohne Resistenzen.

Angesichts dieser Ergebnisse betonen die Wissenschaftler die große Bedeutung, die Routineuntersuchungen auf Infektionen mit Erregern von Geschlechtskrankheiten zukommt. Weitere Informationen zu HIV und AIDS finden Sie auch unter http://www.hiv-info.de.



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