Frauenärzte im Netz


Aktuelle Meldungen


27.12.2016

Bei Essstörungen gibt es viele Anlaufstellen die Hilfe bieten

Essstörungen sind ernst zu nehmende psychische Erkrankungen, die durch schwere Störungen des Essverhaltens gekennzeichnet sind. Sie verlaufen oftmals chronisch und können für die Betroffenen möglicherweise mit schwerwiegenden gesundheitlichen Beschwerden einhergehen. Durch die Mangelernährung kann u.a. die pubertäre Reifung zum Erliegen kommen, es können Hormonstörungen auftreten sowie Verstopfung, niedriger Blutdruck (Frieren) sowie Mineralstoffmangel. Eine langfristige chronische Unterernährung kann unter Umständen noch andere schwerwiegende körperliche Schäden verursachen.  

Körperbildstörung oft vorhanden

Kennzeichnend für eine Essstörung ist, dass Nahrung, Essen oder Hungern das Leben der Betroffenen in allen Bereichen bestimmen. Oft ist eine Körperbildstörung ein zentrales Symptom der Erkrankung - insbesondere bei der Magersucht und der Essbrechsucht. Betroffene Mädchen und junge Frauen können ihre realen Körperdimensionen nur undeutlich erfassen und sie werden auch falsch bewertet. Häufig richten Betroffene ihre Aufmerksamkeit selektiv auf bestimmte Körperpartien wie Bauch, Hüften oder Oberschenkel, die dabei als überdimensional, unförmig oder nicht passend empfunden werden. Das Krankheitsbild tritt bei Mädchen bzw. Frauen vielfach häufiger auf als bei Jungen bzw. Männern.

Gefühlszustände können nur unzureichend wahrgenommen werden

Essstörungen und insbesondere die Magersucht gehen bei den Betroffenen meist mit dem Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit und insbesondere der Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper einher. Die Folge sind ausgeprägte negative Gefühle und häufig auch Depressivität. Neben der Körperwahrnehmung liegt oft auch eine eingeengte Wahrnehmung in Bezug auf die eigenen Gefühlszustände vor. So können beispielsweise Zustände wie Anspannung oder Niedergeschlagenheit nur wenig differenziert oder schlecht wahrgenommen werden. Verhaltensweisen, wie Fasten, Erbrechen aber auch Essanfälle dienen dann dazu, um mit unangenehmen Emotionen wie Stress, Angst, Verzweiflung oder auch Einsamkeit umzugehen.

Möglichst frühzeitig Hilfsangebote und Beratung nutzen

Bei adäquater Behandlung können die Betroffenen von ihrer Essstörung geheilt werden oder den Umgang damit lernen. Die Prognose ist umso besser, je geringer die Zeitdauer zwischen Erkrankungsbeginn und der Aufnahme einer professionellen Behandlung ist. Im ersten Schritt können Betroffene Hilfsangebote wahrnehmen: Ob anonym und telefonisch, im Internet, persönlich in einer Beratungsstelle oder einer Therapieeinrichtung für Essstörungen, beim Frauenarzt oder einer Frauenärztin oder im Rahmen einer Selbsthilfegruppe. Eine Anlaufstelle kann auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sein: Unter der Rufnummer 0221/89 20 31 kann man sich dort auch anonym beraten lassen.

Suche nach Beratungsangeboten:
http://www.bzga-essstoerungen.de/index.php?id=rat-und-hilfe0

Quelle: äin-red, neurologen-und-psychiater-im-netz.org, BZgA



Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen

Das Hilfetelefon berät deutschlandweit betroffene Frauen. Es informiert und vermittelt bei Bedarf an geeignete Unterstützungseinrichtungen vor Ort - an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr.

zum Artikel...

Richtig entscheiden für die passende Verhütung

Mehr als 20 unter- schiedliche Pillen, mehrere Arten von Spiralen, natürliche Verhütung, Barrieremethoden, Pflaster, Ring, Sterilisation – es gibt viele Verhütungs- möglichkeiten.

zum Artikel...

Zika-Virus: Fragen und Antworten

Schwangere sollten von Reisen in Ausbruchs- gebiete möglichst absehen und mit einem Mediziner über mögliche Risiken sprechen.

zum Artikel...

Folsäure-Ergänzung vor Schwangerschaft notwendig

Gerade zu Beginn einer Schwanger- schaft ist der Bedarf an Folsäure besonders hoch. Ein Mangel ist in vielen Fällen die Ursache für Fehlbildungen bei Babys.

zum Artikel...

Infos zum Stillen

Obwohl die Natur das Stillen vorgesehen hat, ist das Gelingen keineswegs selbstverständlich. Hier finden Mütter zahlreiche Tipps und Ratgschläge rund um das Thema.

zum Artikel...

HPV-Impfung nach Konisation reduziert Risiko einer Zweiterkrankung

Die Immuni- sierung nach einer OP trägt dazu bei, das Wiedererkrankungsrisiko deutlich zu senken.

zum Artikel...

Zellauffälligkeiten am Gebärmutterhals

Was bedeutet der Pap-Befund und wie geht es bei Auffälligkeiten beim Abstrich weiter?

zum Artikel...

HPV-Impfung - Schutz gegen Humane Papillomviren

Mit der HPV-Impfung existiert die Möglichkeit, das Risiko für eine Gebärmutterhalskrebs-Erkrankung zu verringern.

zum Artikel...

Safer Sex

Sexuell- übertrag- bare  Krankheiten sind wieder auf dem Vormarsch. In den allermeisten Fällen kann man sich gut davor schützen.

zum Artikel...

"Frauenkrankheiten" von A bis Z

Infos zu den Symptomen und Be- schwerden, der Diagnostik und der Behandlung von gynäkologischen Erkrankungen...

zum Artikel...

Pille vergessen - und jetzt?

Wurde die planmäßige Einnahme der Pille versäumt, sollte die fehlende Tablette am besten sofort nachgenommen werden. Ob zusätzlich verhütet werden muss erfahren Sie hier.

zum Artikel...