Frauenärzte im Netz


Aktuelle Meldungen


21.03.2016

Zika-Virus: Auswärtiges Amt rät Reisenden zu Kondombenutzung

Das Auswärtige Amt hat ein Merkblatt für Beschäftigte und Reisende veröffentlicht, die in Gebieten unterwegs sind, in denen das Zika-Virus grassiert. In dem Informationsschreiben heißt es: «Eine sexuelle Übertragbarkeit erscheint nicht ausgeschlossen». Vor allem Partner von Schwangeren und Frauen, die schwanger werden können, sollten Kondome über einen Zeitraum von 6 Monaten verwenden. Das Virus könnte das Ungeborene schädigen. Vermutet wird eine Verbindung zwischen Infektion und Schädelfehlbildungen bei Neugeborenen, die mit schweren geistigen Behinderungen einhergehen.

In erster Linie werden Zika-Viren durch den Stich infizierter Mücken übertragen, etwa der Gelbfiebermücken. Bislang gibt es nur vereinzelt Meldungen zu einer Übertragung von Mensch zu Mensch. Mögliche Symptome sind Fieber, Hautausschlag, Gelenkschmerzen, eine Entzündung der Augenbindehaut sowie teils Kopfschmerzen und Erbrechen.

Schwerpunkte der Übertragung sind aktuell Mittel- und Südamerika, insbesondere Brasilien und Kolumbien, sowie einige pazifische Inseln. Ansteckungen wurden zudem aus Ländern West- und Zentralafrikas sowie Südostasiens berichtet.

Der Münchner Tropenmediziner Thomas Löscher hatte bereits darauf hingewiesen, dass das Virus in Sperma, aber auch in Urin in einigen Fällen über mehrere Wochen feststellbar war und damit ansteckend sein könne. Bei Ebola habe sich gezeigt, dass ein genesener Patient im Einzelfall bis zu neun Monate das Virus im Sperma übertragen könne.

Bitte beachten Sie hierzu auch das Merkblatt des Auswärtigen Amtes zu Zika !

Quelle: dpa


Weitere Meldungen zum Thema:


Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Schwangere sollten sich nach Fernreisen in Epidemiegebiete auf Zikavirus-Infektion testen lassen

Ziel der Empfeh- lungen ist es, Zika- virus- Infektionen und deren mögliche Komplikationen, wie die sogenannte Mikrozephalie oder Hirnfehlbildungen beim Ungeborenen, möglichst frühzeitig zu erkennen.

zum Artikel...

Richtig entscheiden für die passende Verhütung

Mehr als 20 unter- schiedliche Pillen, mehrere Arten von Spiralen, natürliche Verhütung, Barrieremethoden, Pflaster, Ring, Sterilisation – es gibt viele Verhütungs- möglichkeiten.

zum Artikel...

Folsäure-Ergänzung vor Schwangerschaft notwendig

Gerade zu Beginn einer Schwanger- schaft ist der Bedarf an Folsäure besonders hoch. Ein Mangel ist in vielen Fällen die Ursache für Fehlbildungen bei Babys.

zum Artikel...

Infos zum Stillen

Obwohl die Natur das Stillen vorgesehen hat, ist das Gelingen keineswegs selbstverständlich. Hier finden Mütter zahlreiche Tipps und Ratgschläge rund um das Thema.

zum Artikel...

HPV-Impfung nach Konisation reduziert Risiko einer Zweiterkrankung

Die Immuni- sierung nach einer OP trägt dazu bei, das Wiedererkrankungsrisiko deutlich zu senken.

zum Artikel...

Zellauffälligkeiten am Gebärmutterhals

Was bedeutet der Pap-Befund und wie geht es bei Auffälligkeiten beim Abstrich weiter?

zum Artikel...

HPV-Impfung - Schutz gegen Humane Papillomviren

Mit der HPV-Impfung existiert die Möglichkeit, das Risiko für eine Gebärmutterhalskrebs-Erkrankung zu verringern.

zum Artikel...

Safer Sex

Sexuell- übertrag- bare  Krankheiten sind wieder auf dem Vormarsch. In den allermeisten Fällen kann man sich gut davor schützen.

zum Artikel...

"Frauenkrankheiten" von A bis Z

Infos zu den Symptomen und Be- schwerden, der Diagnostik und der Behandlung von gynäkologischen Erkrankungen...

zum Artikel...

Pille vergessen - und jetzt?

Wurde die planmäßige Einnahme der Pille versäumt, sollte die fehlende Tablette am besten sofort nachgenommen werden. Ob zusätzlich verhütet werden muss erfahren Sie hier.

zum Artikel...